Thomas Wiegand's Urlaubserinnerungen 1999 in Italien am Vulkan Ätna


Italien - Sizilien - Nikolosi (Ätna) vom 21.03.-10.04.1999 Der Abstieg nach dem üblichem Schneesturm. war ich wieder in Nikolosi auf 800m Seehöhe direkt an der Hauptstraße zum Ätna. Der Campingplatzbesitzer erkannte mich wieder! Da war was los. Wie üblich war zu Ostern nicht viel los, so dass ich mir einen kleinen schönen Platz suchen konnte.
Dieses Jahr konnte ich direkt an der fließenden Lava stehen, die mit 1000°C Oberflächentemperatur selbst den täglichen Schneesturm angenehm erscheinen ließ. Auch die Übernachtung in 3000m Höhe mit Filmaufnahmen zu Mitternacht war bei 12°C unter Null, angesichts der nicht zu überbietenden Aussicht auf die vier rotglühenden Flüsse, unvergesslich. Die beiden jungen Damen aus Göttingen und Berlin verpassten leider die nächtliche Aussicht, hatten mir am Abend zuvor aber erstklassige Spaghetti auf Lava gekocht. Ein Aschenbecher aus gerade "geernteter" Lava mit 30-jähriger Haltbarkeit ziert jetzt meine Wohnung. Und das als Nichtraucher!

Direkt an der Lava - ein Spiegelei gefällig? Eine weitere Gruppe aus 3 Pärchen durfte bei der Jagd nach Schwefelsteinen einmal kräftig Luft holen als wir in dieselben Dämpfe gerieten. Nach dem Besuch des Lavaflusses wollten wir unbedingt die farbigen Ablagerungen der Schwefeldämpfe selbst ernten. Wegen der wechselnden Windrichtung war das aber auch nicht gerade ungefährlich.
Ausflüge ins Landesinnere sowie Taormina rundeten den Kurzurlaub ab. Eher ein Sporturlaub, denn tägliches Laufen auf den kleinen Vulkan (Monte Rossi) neben dem Zeltplatz und mehrmaliges Radfahren bis zur Bergstation auf 2000 Meter oder um den Ätna herum sind nicht jedermanns Sache.

ÄtnaGondel für Skifahrer und Wanderer Dazu noch ein paar Daten zur Anfahrt. Von München nach Nikolosi insgesamt 1700 km in 17 Stunden, über A95, Innsbruck, Brenner, Rom, zur Fähre dann wieder Autobahn bis Catania. Maut je Fahrt DM 98,--, Fähre Hin/Zurück DM 62,-- sowie Sprit für den BMW 525tdst für ca. 260 ltr bei 1,61 DM/ltr und DM 200,-- für den Campingplatz.

Italienische Variante um LKW von der Durchfahrt abzuhalten!


Griechenland - Rhodos - Kolymbia
vom 02. - 30.07.1999
Meine erste Flugreise! Ohne mein Auto mit so wenig Gepäck. Das konnte nicht gut gehen. Alleine 10 kg beanspruchten die Schulunterlagen, da ich ja vom 05.-10. August die Prüfungen im staatlich geprüften Betriebswirt ablegen wollte. Gut, das Lernen hat gerade so geklappt (1,66).
Bei Temperaturen von 34-41°C am Tag, sowie gerade mal unter 30°C in der Nacht wurden die Ausflüge auf der Insel stark eingeschränkt. Ein zweiter Urlaub auf Rhodos ist vorgesehen. Ein Tauchausflug, zwei Besuche in Rhodos und einmal Lindos, sowie Radfahrten zu den "sieben Quellen" und der Tsambika-Bucht (Sandstrand) blieben die größeren Ausflüge. Kolymbia und Afantou wurden häufiger aufgesucht. Letzteres alleine schon wegen dem Bankautomaten! Alle gebuchten Ausflüge führten einen eh nur in die Geschäfte (Keramik, Gold, Leder, Wein), so dass der öffentliche Bus am billigsten war und auch die größte Selbstständigkeit versprach. Am häufigsten sah ich den Sonnenaufgang über dem türkischen Gebirge (ca. 6 Uhr) vom Tsambika-Kloster aus. Meist machten auch andere Hotelgäste den 50-minütigen Aufstieg begeistert mit. Für die Kinder organisierte ich weiterhin zwei mal eine "Griechische Wasserolympiaden", bei der auch die Eltern und schwimmfähige Freiwillige viel Spaß hatten.
So ab hier eine etwas genauere Erzählungen aus meiner Erinnerung:
Recht bald hatte ich Kontakt mit zwei zusammen reisenden Frauen mit denen ich auch in die vor Ort befindliche Disco ging. Die hiesigen "Abschlepper" waren noch frecher, als ich es erwartet hatten, gingen sie doch immer sofort auf Körperkontakt mit den angepeilten Frauen.
Tags darauf hatten wir zusammen viel Spas am Pool. Irgendwann fragte uns ein junges Mädchen, ob es denn mit uns zur Disco kommen könnte. Wir sagten zu und ich erkannte den Hintergund der seltsamen Frage. Sie war erst 15 und durfte nicht alleine weg. Da die Eltern jedoch kein Interesse an einer solchen Tour hatten, durfte sie mit uns mit.
Nachdem ich kurz mit den Eltern gesprochen hatte und aber erklärte, dass ich nach der Disco immer noch einmal im Meer schwimmen ging (so 2 oder 3 Uhr) war alles notwendige geklärt. Zum Schutz vor den Kerlen in der Disco sollte sie im Falle der Belästigung einfach zu mir kommen uns sich bei mir einhängen. Das hielt die Kerle für gut 3 Stunden in Schach. Zudem sollte sie die Disco nicht ohne mein Wissen verlassen, damit ich noch eingreifen konnte. Auch das mit dem Schwimmen nach der Disco stiess auf keinen Wiederstand.
Die Disco war etwa 3 Kilometer weiter weg, was aber immer einen schönen Spaziergang an den vielen Geschäften und Freilichtcaffees mit sich brachte. Meist besuchten wir vorher ein Eisdiele, die von deutschen Aussiedlern betrieben wurde. Der dortige Kellner wurde schon ganz wirr, weil ich mit immer mehr und immer anderen Frauen vorbeikam. Er kannte ja den Hintergrund nicht. Der Eintritt von 12 DM für die Disco enthielt auch alle Getränke, so dass der Abend mit viel Musik immer sehr lustig war, da wir uns nicht mit Geldsorgen befassen mussten. Die Musik war gut und ich bewunderte auch ein Mädchen, die offensichtlich Tanzunterricht nahm und gerade zu Lou Bega´s Song geradezu bezaubernd tanzen konnte. Auf der Höhe meiner "Aufsichttätigkeit" war ich in Begleitung von sieben (7) weiblichen Schönheiten, die mich auch auf der Tanzfläche ganz gehörig ins Schwitzen brachten. Der Rückweg war auch immer wieder lsutig und die meisten gingen mit ins Wasser, da die Dunkelheit die Scham etwas schütze und die Hitze der Nacht nach der Disco geradezu nach Abkühlung verlangte. Zudem waren die fluoreszierenden Tiere in dem durch eine Handbewegung in Wallung versetzten Fluten faszinierend.
Auch ein österreichischer Vater mit deiner 15-jährigen Tochter ist mir in Erinnerung. Sie sah zwar schon wie 25 aus, was ich dann aber ihrer Lebensweise, dem Sonnenbaden und ihrer Art an sich anrechnete. Der Vater jedoch war völlig überfordert, weil er mit ihr Urlaub machen wollte, sie aber nur das Vergnügen und die Disco sowie Sonnenbaden im Sinn hatte. Ausflüge fielen ins Wasser, weil die beiden nicht aus dem Bett kamen, nachdem er ja schon die Nacht in der Disco durchstehen musste.
Mit den beiden Katrin´s machte ich Ausflüge nach Lindos und Rhodos. Es war immer sehr lustig, so dass auch keine Langeweile aufkam. Wir kamen gut miteinander aus. Auch aus Tuttlingen habe ich jemand in Erinnerung, die meine Sonnencremeinheiten immer recht genossen hatte. Leider nicht mehr ...
Bei meinen Abkühlungen im Swimmingpool entwickelte sich zuerst mit einem etwa 5jährigem Mädchen einer schweizer Mutter ein gewisses Spiel. Wenn ich quer duch das Becken tauchte, lies ich immer unter ihr die Luft aufsteigen, so dass ich zum "Luftblasenmann" wurde. Sie wartete schon immer darauf, wann ich wieder da sein würde, da ich meist etwas versteckt auf- und abtauchte. Ja und was ein Kind hat, wollen dann auch andere haben, so dass nach 2 oder 3 Tagen dann immer mehr Kinder dazu gesellten. Ich war im Hotel inwzischen bekannt, weil ich immer im Pool viel mit den Kindern unternahm, die später sogar zu mir an die Sonnenliege kamen um zu erfragen, wann ich den wieder ins Wasser kommen würde. Sobald ich dann zum Wasser ging, waren alle Kinder mit ihren Schwimmhilfen schnell da und der Spass konnte beginnen. Hochwerfen oder umkippen wurde immer gerne genommen, so dass ich auch einen guten rechten Wurfarm bekam.
Mit Gerd, der mit seiner 12-jährigen Tochter hier war, entwickelte sich dann ein Plan, einmal ganz gezielt Spiele für die Kinder zu organisieren. Ideen hatte ich auf Grund meiner Spielerei genug und die Rückfrage beim Hotelverwalter öffnete gleich alle Türen. Material, und alle Freiheiten, die ich dafür benötigte. So saß ich einen Abend im Zimmer und zeichnete und beschriftete zwei Plakate für die Hotelhalle und bereitete die Liste für die Rezeption vor. Ich hatte nicht angenommen, dass ich doch zeichnen könnte, aber die Bilder kamen gut an. Auch die verschiedenen Übungen je nach Alter hatte ich schnell zusammen. Mit und ohne Matratze oder Schwimmringen sowie Autoreifen, darüber und drunter hinweg tauchen und letztendlich immer von den Eltern ins Ziel geschoben zu werden lies viel Spaß erwarten.
Auf diese Weise organisierte ich zwei "Kinder-Wasser-Olympiaden" die mit jeweils 20 Teilnehmern(innen) mit Eltern oder anderen Freiwilligen gut besucht waren. Die Preise 'ergaunerte' ich mir fleischend von den umliegenden Geschäften, die für Kinder doch ein größeres Herz übrig hatten. Die Wettkämpfe waren lustig und die Kinder waren begeistert. Ein Mädchen verschluckte sich vor lauter Hektik sehr stark und ein Junge verhaute seinen Vater, der als 'biologischer Motor' wohl nicht schnell genug war. Die Siegerehrung fand dann immer nach dem Abendessen im Theater statt, was auch schöne Fotoaufnahmen ergab.
Weiterhin liessen sich immer wieder andere Urlauber zu einem Morgenspaziergang (1 Stunde) hinreissen, die auch den Sonnenaufgang oben auf dem Szambikakloster sehen wollten. Wir mussten dafür schon um 5 Uhr los, aber es waren immer wieder 5 - 8 Personen dabei. Über die Ziegenwege ging es in der immer noch um die 27°C warmen Luft hinauf, so dass wir immer alle schwitzend ankamen. Aber es war jedesmal wieder wunderschön, die Sonne über dem Türkischen Gebirge auftauchen zu sehen. So waren wir dann stets zum Frühstück zurück, was jetzt gleich dreimal so gut schmeckte.
Ausflug Rhodos, Kleidchen, Wasser im Stadtgraben,
Tauchausflug,
...


Stand: 02.10.2001

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