Thomas Wiegand's Urlaubserinnerungen 2001 in den Alpenpässen


Herbst-Alpenpass-Ausflug

Da ich vom 13.11. bis 23.11. am Starnberger See zur Schulung "Projektmanagement" war, bot es sich geradezu an, das eingefasste Wochenende in den Bergen zu verbringen.
An sich hatte ich auf Schneefall gehofft und den Einsatz der Schneeketten herbeigesehnt, aber das Erlebte war auch ohne Mistwetter jede Fahrt wert. Aber dazu genauer im folgenden ...

Freitag, 16.11., gegen 13 Uhr holte ich noch 25 Semmeln und dazu Käse und Wurst. Getränke hatte ich schon, nur Milch und Bananen komplettierten die Verpflegung.
Ofenpass Richtung Osten Der Wagen war gepackt und die Matratze sowie die 2 Schlafsäcke (ineinender) hatte ich im Wagen schon fertig ausgebreitet, so dass ich nicht erst umbauen müsste um mich schlafen zu legen.
So ging es über Seeshaupt (Diesel immer am billigsten am Starnberger See) zur Autobahn A95 nach Garmisch. Die neue Umgehung und dann über den Fernpass (1209m), hier wieder über Ehrwald, nach Imst (828m). Dort über die 171 nach Landeck war alles bekannt. In Landeck nahm ich noch eine Anhalterin mit, die ich nicht viel weiter Richtung Reschenpass auf der 315 an der Raststätte in Ried absetzte. (Ich hoffe, Eurer Katze geht es wieder besser und Grüße an Deine Freundin im Kindergarten Tutzing!).

Ofenpass Richtung Westen In Samnaun (1835m) füllte ich den Tank auf (zu 0,87 SFr/ltr) und nutzte erstmals die Tankstelle Richtung St. Moritz mit der unbequemen Passstrasse wieder runter zum Engpass auf 1006m, wo ich damals bei der Tour 1997 fast in eine aus dem Tunnel kommenden Teerwalze gefahren wäre. In Susch bog ich über Zernez auf die 28 zum Ofenpass (2149m) ab, da ich prüfen wollte, ob Umbrail (2501m) und Stilfser Joch (2757m) auch befahrbar waren. Der Ofenpass war zwar Schneebedeckt, aber gut zu überqueren. Überhaupt war der Schnee und die Sonne im strahlend blauen Himmer das schönste, was ich seit langem wieder gesehen hatte. In Köln ist das nie so ...

Julierpass - schon dunkel geworden ... Gleich am Ortseingang von Sta. Maria war der Umblailpass als geschlossen gekennzeichnet. Das der Pass nur aus dem Schotter gewalzt ist, war das nicht verwunderlich. So drehte ich sofort um und fuhr zurück wieder über den Ofenpass Richtung St. Moritz auf die 27. Auf der Fahrt vermerkte ich, dass Flüela (2383m) und Albula (2312m) befahrbei waren, aber auf Winterausstattung hingewiesen wurde. Also war für die Rückfahrt - ich hatte ja noch mehr vor - genug Variantenreichtum vorhanden. Hinter dem weltbekannten Skiort von St. Moritz ging es auf dem Julierpass (2284m) auf der 3 wieder gen Norden. Der Julier war sehr gut befahrbar. Wenige Eisreste waren von der starken Sonne bald aufgeleckt.
In Tiefenkastel (888m) dann auf die Autobahn N13 Richtung Chur und aber schon in Reichenau auf die 19 nach Westen ins Rheintal zum Oberalbpass (2045m), der als gesperrt vermerkt war. Da es aber Bahnverladung gab, konnte ich eine Umkehr zum Verladebahnhof riskieren, der nicht weit zurück lag. So war die Absperrung des Furka nur halb geschlossen worden und ich nutzte die Chance zur Weiterfahrt. Langsam, auf Überraschungen oder weiter oberhalb befindliche Vollsperrungen gefasst, ging es hinauf. Mehrere andere Spuren zeugten von einer regen Nutzung, doch musste ich höllisch aufpassen, den die Fahrrille war Tief, und der Schnee meist zusammengeweht und hart wie ein Stein. Die neuen Winterreifen, diesmal extra ausgesuchte Reifen, die meinen Anforderungen entsprachen, hielten meinen Erwartungen stand. Es wurde schon Dunkel und ich erreichte die Passhöhe. So wollte ich nur bis hinter die talseitige Absperrung fahren und mir dann ein Nachtlager suchen. Gleich hinter der Sperranlage war eine Abzweigung mit Sendemast und Hotelbetrieb. Eine blinde Zufahrt nutzte ich zur Rast, so dass ich sogar etwas Windschutz von einer Aufschüttung hatte. Nach 2 Semmeln und Apfelsaft kroch ich nach Hinten in die Schlafsäcke und lies ein Fenster offen, damit der Wagen innen nicht so beschlagen sollte. Es zog zwar recht kühl herein, aber so um die 0 Grad waren auszuhalten und der klare Sternenhimmel entschädigte mich zudem.


Samstag, 14.11. - gegen 6 Uhr piepte mein Wecker. Auf Grund der eindringenden Kälte und dem morgendlichen Harndrang war ich aber schon wach. So lies ich mich von der Morgendämmerung die inmitten der schneebedeckten Bergen wundervoll aussieht, aus dem Wagen locken. Mit dem Schnee gewaschen und das Auto gelüftet ging es erst mal weiter.
Durch Andermatt (1447m) war auch der Furkapass (2436m) als geschlossen gekennzeichnet, aber nach dem Oberalbpass wollte ich es selber sehen. Unten im Tal war leichter Nebel und minus 9 Grad - gut dass ich die Nacht oben am Pass geblieben war - beim Start am Schlafplatz waren es immer noch 1,5 °C über Null.
Nufenenauffahrt, wieder nur halb versperrt Hier waren eindeutig weniger Fahrzeuge gewesen - ich schätzte auf ein Dutzend - und dementsprechend klar und klein war auch die Fahrrille. Die Schneetiefe war nicht das Problem, jedoch waren durch Verwehungen an den vorhandenen Schneeresten zu hoch (30cm) und durch die ständigen Auftau und Frostphasen sehr hart. Ich hörte schon regelmäßig meinen Unterboden und musste dann weiter oben kapitulieren. Ich hätte mit einem Spaten die Verwehungen knacken und abtragen müssen. Das war zuviel für ein Kurzabenteuer. Also bin ich wieder runter zur Bahnverladung nach Realp.
Dort erhielt ich schnell eine Fahrkarte für Sfr 30,- und reihte mich in die wartenden Fahrzeugreihen ein. Die Pause nutzte ich sogleich für mein Frühstück, das bei der hier herschenden Kälte nicht gerade angenehm war. Die kommende Bahn entlies ihre Fracht auf die Strasse und schon konnten wir mit unseren Wagen auf den Zug fahren. Gerade mal 8 Minuten später konnte ich Oberwald wieder vom Zug fahren und testete zuerst gleich wieder die Auffahrten zu Grimselpass (2165m) und dem dahinter liegenden Sustenpass (2224m). Aber diesmal war der Pass schon im Ansatz, also weit unten total gesperrt worden. Dieser Weg war also nicht verfügbar.

Nufenen, oben wurde es schwierig So testete ich den auf der 19 weiter nach Brig liegenden Nufenen (2478m), der wieder zum Gotthard (2109m) führen würde. Und wieder war der Pass nur halb gesperrt und für einen Versuch verfügbar. Mit Schneketten hätte ich die letzten Meter vielleicht sogar noch schaffen können, aber auch dieser Erfolg hätte meine Pläne etwas durcheinander gebracht.
Also weiter Richtung Brig und dort den Simplonpass (2109m) überprüft. Dieser Pass war frei und stand mir für meine Rückfahrt zur Verfügung. So drehte ich schon weit unten um und fuhr zu meinem eigendlichen Ziel, weiter auf der 19, Richtung Westen.
In Sion (508m) ging es dann hoch ins Tal "Val d´ Annivier". Diese steile und enge Auffahrt war genau nach meinem Geschmack. Gerade breit genug für 1 Fahrzeug war der Gegenverkehr immer auf die breiteren Ausweichstellen angewiesen um passieren zu können. Nur in die Felswand gebaut über tiefen Schluchten ist das eine der wenigen, natürlich erhalten Bergstrecken, die erahnen lassen, wie es früher war.

St. Jean. 1984 mein Urlaubsort - hier irgendwo So wechselte ich in Vissoie die Talseite rüber nach St. Jean mit seinem Campingplatz, der im Winter eh nicht geöffnet hatte. Zuerst besichtigte ich das Dorf St. Jean, wo ich 1985 (?) einen wunderschönen Wanderurlaub verbrachte und im Folgejahr nochmal mit Zelt und Fahrrad wenige Tage verweilte. Hier würde ich auch heute sofort wieder einen 2- oder 3-wöchigen Wanderurlaub verbringen können. Dann fuhr ich weiter über Grimenz zur Talsperre "Lac des Moiry". Leider war auch hier noch weit unterhalb der Talsperre (2000m) gesperrt, so dass ich hier in der warmen Sonne ein Picknick genoss und mich dann noch eine halbe Stunde in die Sonne legte.

Zum Stausee war gesperrt, aber für eine Pause super geeignet Bei meinem Studium der Strassenkarten machte ich den Fehler anzunehmen, dass die Bergbahn von Grindelwald wirklich bis auf 4099 Meter hinauf zum Jungfraujoch führen würde. Das wäre ein neuer Höhenrekord geworden, den ich als neues Ziel anpeilte. Also bin ich wieder runter nach Sion (508m) und der N9 über Martigny (474m) Richtung Lousanne. In Aigle wollte ich über den "Col de la Croix" (1778m) weiter nach Saanen und Interlaken. Doch auch hier war Wintersperre und so muste ich zurück und über Sepey die 11 nach Chateau d´ Oex. Dabei überquerte ich den "Col des Mosses" mit 1445m. Kurz vor Saanen (1068m) wieder Pause.

Nebel im Tal Dann etwa ab Boltingen musste ich in den dort herschenden Talnebel. Kalt und ohne Sonne war der Ausflug sofort unangenehm und ich suchte die Sonne. So nutze ich meine Anwesenheit hier und dem Wissen, das die Fahrt auf das Jungfraujoch erst am Sonntag stattfinden konnten zur Besichtigung der Bergdörfer hier. Basis war jetzt der Thuner See auf 560m.
So fing ich mit Adelbogen (1353m) und Kandersteg an. Beides schöne Orte und nur dem Winter- oder Wandersport verschrieben. In Kandersteg fand ich einfach die Bahnverladung nach Goppenstein im Rhonetal, die 25 SFr kosten sollte - gut zu wissen, aber für 25 SFr konnte ich einige Kilometer fahren. Zurück nutzte ich auch sogleich die günstigen Spritpreise zum Auffüllen meines Tankinhaltes (1,43 SFr/Ltr).

Wieder am See entlang (560m) ging es jetzt nach Interlaken und dort hoch nach Grindelwald auf 1037m. An der Station für die Fahrt "Kleine Scheideck" und "Jungfraujoch" erkundigte ich mich nach Fahrtziel und Preisen. Die beiden ersten Fahrten am Morgen sollten nur 104 SFr und später dann 140 SFr betragen. Da das Ziel doch nur auf 3450m lag, war der Einsatz von DM 140,- für mich nicht zu rechtfertigen und ich disponierte um. Doch zuerst wollte ich noch einen ruhigen Platz für die Nacht finden, was mir nicht gelang. So machte ich zumindest eine Pause, wusch mich wie üblich mit Schnee und rasierte mich sogar. Das Umziehen war, wie zu erwarten, recht kalt, aber erfrischend. Der weiter unten liegende Ort war sehr belebt und hier besonders auch auf das Apre Ski eingerichtet.
Also Plan geändert und versuchen über den Susten wieder eine bessere Ausgangsmöglichkeit zu erhalten. Über Brienz und Meiringen war die Auffahrt schnell gefunden und auch die Pass auffahrt wieder nur halb versperrt vorgefunden. Es dämmerte und die Fahrt erwies sich als sehr schwer. Der Schnee lag auch hier nicht gleichmäßig verteilt, sondern war immer wieder in Wehen zusammengetragen worden. Die Spur von etwa 3 oder 5 Wagen vor mir war tief und deutete auf einen Landrover hin, denn ich kratzte immer wieder am Unterboden auf der mittig stehengebliebenen Schneewalze. An den Sustenpasshotel bog die Spur ab hinter das Haus ab und die noch erkannbare Straße ging wohl am Hang entlang zur Passhöhe. Nach meiner Berechnung fehlten nur noch 2 Kilometer bis hinüber, aber ohne Schneeketten aufzuziehen kam ich hier nicht weiter. Zudem war ich nicht hundertprozentig sicher, ob das die Strasse war und das hier stark rauschende Wasser tat sein übriges, denn erkennen konnte ich die Strasse nicht mehr, ich erahnte nur noch schemenhaft Konturen, da die Dunkelheit schon zu weit fortgeschritten war. Ich drehte um und wollte auch nicht riskieren, das ich dann auf der anderen Seite des Passes zu dieser späten Stunde eine verschlossene Schranke vorfinden würde. So wollte ich eigentlich über den Vierwaldstätter See und Altdorf wieder nach Andermatt, aber bei Meiringen verfuhr ich mich und war schon fast wieder in Interlaken.
Also bin ich eben weiter zum Thuner See und nach Kandersteg zur Bahnverladung. Die Fahrkarte hatte ich schnell und schon war ich auf dem Zug, der mich in 12 Minuten nach Goppenstein brachte. Die Fahrt im Tunnel - es war eh schon Dunkel - ins Rhonetal (600m) war rasant. Die Waggons wachelten und man fühlte sich trotz des abgehsclteten Motors und der angezogenen Handbremse wie ein fahrendes Fahrzeug. Wieder in Brig war ich auch schnell oben auf dem Simplonpass und fand oben auf der Passhöhe auf 2005 m einen geschützten Platz für die Übernachtung.

Der Sonntag, 18.11., begann wieder kalt und mit der üblichen Überwingung aus dem Schlafsack raus in die Kälte zu starten. Bei minus 2 °C, die Kälte hatte sich zudem schon ins Auto vorgearbeitet, wird aber die Zeit nach Waschung und der wärmenden Kleidung um so angenehmer. Frühstücken konnte ich später, denn ich wollte weiter - das Ziel war der Starnberger See, aber der Weg dorthin sollte ich noch 3 mal entscheidend ändern.
Die Schützengräben am Malojapass So wollte ich zumindest erst mal weiter auf der 9 und 33 nach Domodossala (277m Italien) und hier über die 337 nach Locarno (Schweiz). Kurz vor Domodossala war die schöne neue Umgehungsstrasse vom Fluss 'Toce' weggespült worden und die Umleitung war typisch italienisch ausgelegt. Einfach, schnell mal über die Reste des Dammes, die neue Strasse gezogen - fertig. Etwas weiter fand ich wunderbare kleine Bergdörfer und ein beeindruckendes Klsoter mitten in der hiessigen Abgeschiedenheit. Die hier jetzt an der Strasse verlaufende Bahnlinie schien trotz offensichtlich schwacher Nutzung nicht unwichtig zu sein, und bot als Passasier sicher ein atemberaubendes Panorama, das sich mir als Autofahrer nicht ganz so einfach erschloss. Die Kurven, Orte und Engstellen verlangten doch einige Aufmerksamkeit.
In Locarno dann weiter nach Lugano und von dort nach Menaggio am Comer See (200m üNN - Italien). Die Fahrt war wunderschön an den Seen entlang durch alte, teilweise sehr unbelebte Dörfer, immer die Sonne an der Seite. In Chiavenna (der 38 nach Norden folgend) musste ich mich zwischen dem offenen Splügenpass (2113m) nach Chur oder dem Malojapass (1815m) Richtung St. Moritz entscheiden. Tankstand und die mögliche weitere Route nach Livigno (Italien - Zollfrei) standen für Malojapass. Dieser war mir auch neu und so machte ich auch oben an der Festung eine Rast. Dort fand ich viele erhaltene Schützengräben, die die Verteidigung des Passes wegen der steilen Auffart günstig erscheinen lies. Weiter in Maloja selber fand ich einen großen Bau, den ich aus dem Film "Purpurne Flüsse" zu kennen glaubte, aber das müsste ich mit den Fotos noch vergleichen.

Prachtbau aus Purpurne Fluesse Überhaupt war von Maloja über St. Moritz bis Pontresina alles Wunderschön. Riesige und trotzdem wunderschöne Hotel- und Prachtbauten. Ein Hochtal mit flachen, weiten Seen, die heute so ruhig lagen, dass sich dort eine perfekte Spiegelung der anderen Talseite mit den Wäldern, Steinabhängen und dem Schnee zeigte. Sonne von oben und ein wunderbarer Duft von den Wälden umfing mich bei meinem Fotostopp und den nahen Hang hinauf. In St. Moritz war schon alles für die Wintersaisin fertig und auch das riesige Langlaufzentrum war aufgebaut. Aus früheren Winterbesuchen wusste ich, dass hier 15 Spuren nebeneinander durchliefen. Zudem waren überall schon die Hinweise auf den Skiweltcub 2003 angebracht.

nochmal der Prachtbau So bin ich über den Passo del Bernina (2328m) und den Forcola di Livigno (2315m) nach Livigno hinein. Aussehen und Lage entsprachen der St. Moritz Umgebung, aber eben die italienische Variante. Nur der Spritpreis verunsicherte mich. Ich benötigte drei Tankstellen, um im verbeifahren zu erkennen, dass der Liter Diesel hier 780 Lire kosten sollte. Das lies ich mir nich viermal zeigen ...
Weiter am Stausee entlang bin ich dann über den Tunnel (12 SFr) und die 28 wieder nach Zernez, wollte ich doch noch Albula und Flüela packen. In La Punt Chamues-ch ging es also hoch. Der Albula ich noch einer der ursprünglichen Pässe, die eine enge und steile Strasse haben. Da macht das "Kurbeln" und "Schalten" noch Freude. Hoch war die Strasse bis fast zur Passhöhe frei, doch auf der Nordseite bis ins Tal hinunter war sie schneebedeckt und teilweise vereist. Dort standen dann auch prompt mehrere andere Fahrzeuge, die ihre Schneeketten auflegen mussten um weiter hoch voranzukommen.

Wunderbare Spiegelung im Wasser Spiegelung zur anderen Richtung Weiter über die Orte Wiesen und Davos (1558m) ging es auf den Flüela, der gut ausgebaut weniger Probleme bereitete. Wieder in Zernez bog ich letztmalig zum Ofenpass ein und passierte auch wieder die Station vom "Livigno-Tunnel". Diesmal aber testete ich den Umbrailpass aus und musste mich auch hier einer Absperrung geschlagen geben, die oben inerhalb der Schotterpiste liegt. Zurück ging es dann weiter über Mustair ins Etschtal, um zumindest noch einen Blick auf die wunderbaren Kurven der Auffahrt zum Stilfser Joch zu erhaschen. Dort angekommen war es aber schon zu Dunkel, so dass ich jetzt endgültig die Heimreise antrat.

Gletscher am Rande des Weges Über den Rechenpass (1508m) bog ich in Nauders auf eine Nebenstrasse nach Martina um von dort aus wieder nach Samnaun zu fahren. Die Passtrasse war sehr belebt, so dass jeder Tunnel (natürlich einspurig) ein Lottospiel war, aber ich als passaufwärts fahrendes Fahrzeug hatte ja Vorfahrt. Wieder getankt ging es jetzt die einfachere Straße nach Pfunds (Österreich). Vor Landeck lies ich mich in den völlig neuen Tunnel locken, der Landeck völlig umging und mich erst in Zams wieder freigab. Wegen der irritierenden Beschreibung landete ich dann zu allem Unglück auf der Autobahn, die ich dann halt in Imst wieder verlies um über den Fernpass und Garmisch wieder zum Starnberger See zu gelangen.

Albulapass
Fluelapass
Berninapass
Blick zurück zum Pass
Umbrailpass sperre

Strecke: ca. 2000 Kilometer
Höhenmeter: ca. 19 Kilometer !!!
Kosten: Diesel - x DM
Übernachtung: im Freien ... also kostenlos und viel aufregender, flexibler - im Sommer unbedingt zu empfehlen!
Und Stopp: bevor Du meinst, ich hätte ja nichts angesehen - diese Fahrt war nur der Piorität 'Pässe im Winter fahren' und umschauen gewiddmet. Sicher liese sich diese Tour auch auf 2 Wochen strecken und alles besichtigen, so wie ich es als Tourenvorschlag hier zusammengestellt habe.

Montag, der 19.11. - beim Schreiben dieser Zeilen war am Starnberger See noch das Einheitsgrau von Nebel und Winter plus Kälte eingekehrt - könnte ich nicht doch gleich wieder in die Berge fahren ? ......
Stand: 16.02.2002


Zusatz: Nach Verkauf eben dieses Wagens nach Motorschaden im Februar 2002 leistete ich mir keinen anderen Wagen und fahre seit dem mit dem Fahrrad.
Und wie man dich vielleicht denken kann, habe ich eben genau einen Teil dieser gerade beschriebenen Strecke für einen Sommerurlaub 2002 mit dem Fahrrad herausgesucht.
Stand: 13.06.2002
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