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Thomas Wiegand's Urlaubserinnerungen 2003 in Thailand


Thailand - Chiang Mai, Bangkok und Koh Samui im März 2003 Thailand

Thailand Nationalhymne
Thailand umarmt mit seiner Brust
Alle Menschen mit Thai-Blut.
Jeder Zentimeter Thailands
gehört den Thais.
Das Land hat seine Unabhängigkeit gewahrt,
weil die Thais stets vereint waren.
Die Thais lieben den Frieden,
aber sie sind keine Feiglinge im Krieg.
Niemandem werden sie erlauben,
sie ihrer Unabhängigkeit zu berauben.
Noch werden sie Tyrannei erleiden.
Alle Thais sind dazu bereit,
jeden Tropfen ihres Blutes der Nation zu opfern,
für Sicherheit, Freiheit und Fortschritt.


1. Tag - Sonntag/Montag, 02./03. März
Bis zum Flughafen verlief an diesem frühen Morgen alles bestens. Strassenbahn und S-Bahn fuhren günstig und pünktlich. Dann meinte meine Mutter, sie hätte die Batterien für die Hörgeräte vergessen, so das wir in einer Flughafenapotheke noch welche beschafften. Der Flug von München nach Bangkok verlief ruhig. Wir hatten Fensterplätze, es wurden 2 Essen serviert, die einem Mittagessen ehre machten. Auch wurde - auf allgmeine Anweisung hin - auch gut 3 Stunden geschlafen, was bei der Flugzeit auch praktisch war. Sonst konnten wir grob das Schwarze Meer, und dann eine endlose Schneefläche (grob Nordpakistan) erkennen, dann den Golf von Indien vor Bangladesch und viel Wasser.
Zwischen den Start- und Landebahnen des Bangkok Flughafens befanden sich Golfplätze mit Grünanlagen. Mit einem Bus wurden wir dann vom Domestic(Inlands)Terminal eine lange Strecke zum Anschlussflug nach Chiang Mai gefahren, wobei wir in Gedanken öfters an die Koffer dachten, die direkt ohne unser Zutun weiter transportiert werden sollten. Und es war sehr warm - was im Flughafen selber noch nicht so deutlich wurde, aber wir stiegen über eine Gangway offen zu und erlebten die Temperaturen hautnah.
Der Flug nach Chiang Mai dauerte kaum 1 Stunde und zeigte unter uns - wieder Fenster - weite grüne Landschaften durch wenige Hügel unterbrochen. Im Flughafen dann der erste Lacher dieses Urlaubes. Wir hatten unsere Koffer und strebten dem Emigration-Ausgang zu. Zufällig war meine Mutter ausgerechnet hier vor mir und ging zuerst auf den Beamten zu und gab ihm ihren Reisepass. Der schaute auf und sagte: "Guten Tag!". Meine Mutter sah ihn an und reagierte nicht. Er wiederholte den Gruß genau so deutlich wie zuvor. Ich hatte ihn schon verstanden und als meine Mutter hilfesuchend zu mir nach hinten sah, musste ich schon lachen. Sie hatte also keinesfalls mit einem deutschen Gruß gerechnet und wusste nichts mit seinem Ausdruck anzufangen. Dann aber klingelte es. Lachend verliesen wir den Schalter Richtung Hauptausgang des Flughafens.
Mit der Ruhe eines Urlaubers, der alle Zeit der Welt hatte, suchten wir nach einem offensichtlichen Taxistand, den wir erst am linken Ende der Halle fanden.
Das Zielhotel wurde recht klar vom Fahrer erkannt und so ging es - der arme Taxifahrer von den Koffern erschöpft - zum Hotel. Und schon hatte der Kofferjunge vom Hotel das Problem in der Hand. Das Hotel hatte eine klasse Empfangshalle sowie Rezeption und das Einschecken wurde durch Aufzeigen der verschiedenen Zimmer enorm erleichtert. Das Personal sprach gut Englisch, so dass wir alsbald im Zimmer waren und die Anreise beendet war.
Erst gönnten wir uns eine Erfrischung im Swimmingpool, der im 10. Stock als Dachterrasse lag. Und trotz der langen Reise gingen wir vom Hotel aus noch per Pedes Richtung Stadtzentrum, wobei wir - späteren Erkenntnissen nach - fast am Nachtmarkt ankamen. Zurück nahmen wir ein Tuktuk, hatten uns aber 'ausgelaufen'.


2. Tag - Dienstag, 04. März
Nach dem reichhaltigen Frühstück mit herzlichst freundlicher Bedienung zogen wir los. Wieder gingen wir zu Fuß, was auf die vor dem Hotel wartenden Tuktuk-Fahrer befremdlich wirkte, hatten diese Touristen doch so viel Geld um sich einen Flug zu leisten, sparten dann aber an den dagegen geradezu lächerlichen Kosten für die Taxifahrt. Aber wir wollten jede Einzelheit der Stadt, seiner Menschen, der Läden und den vielen kleinen Dingen warnehmen können und auch anhalten.
So querten wir - die Erkenntnisse über die Beschilderung und des Stadtplanes des Abend zuvor nutzend - gleich diagonal, auf den kürzesten Weg Richtung Stadtzentrum. Dabei überquerten wir auch einen Wassergraben, der uns gleich einen Vorgeschmack auf mögliche Gerüche zum Besten gab. Auch waren die hier liegenden Häuser und Gärten in einem furchtbaren Zustand - nach unseren bisherigen Masstäben. Ein kleines, gerade im Wiederaufbau befindliches Wat nebst Schule waren da schon erheblich stärker belebt.
Und nachdem wir den Stadtgraben incl. Stadtmauerresten erreicht hatten und auch gleich einen sehr schönen Park durchquerten, fanden wir unser erstes groesseres Watt. Wunderschön! Bis zur wohl groessten Anlage (Wat mit Schule) fanden wir noch 2 weitere kleine Wats, die wir auch wieder bestaunten. Hier fiel ich auch schon dem Umstand zum Opfer, dass die Menschen hier doch rechts kleinwüchsig sind - ich achtete zwar beim Tordurchgang auf die Bodenhindernisse, übersah aber, dass das Tor nur bis etw 175 cm hoch offen war, und genau die Eisenverzierung am Kopfende versuchte ich daher mit dem Kopf zu durchbrechen. Ich verlor unter heftigen Kopfschmerzen.
Im grossen Wat setzten wir uns mit Wasserflaschen in den Grünbereich und erholten uns von der sich für uns jetzt langsam nachteiligen Hitze. Kaum das wir uns niedergelassen hatten, kamen wir in ein Gespräch mit einem hier unterrichtendem Lehrer, der sich stark für uns interessierte und uns noch gute Tips bezüglich der Besichtigungstouren und der Tuktuk-Fahrer sowie Kosten und Verhalten. Sehr Wertvoll!
Zum Thema Unterhaltung: Ich war als Reisebegleiter und Übersetzer wohl besser eingestuft, als als Urlauber in Begleitung. Aber es lief - trotz teilweiser nicht enden wollender Tafeln in Englisch - erstaunlich gut.
So nutzten wir den Tip und arrangierten uns einen Tuktuk-Fahrer, der uns noch zu weiteren 2 Wats (Tempeln) fahren sollte, wobei die Preisgrenze - die wir ja jetzt kannten - eingehalten wurde, weil ich mich einfach stur stellte. So besichtigten wir weitere wunderschöne, mit Glas verzierte und Gold geschmückte, nach Räucherstäbchen duftende Tempelanlagen. Die Anlagen waren zugleich auch ein Ruhepol in der sonst auf den Strassen sehr lauten Stadt. Auch die Luft war trotz der eigentlich eher ländlichen Lage im weiten grünen Tal sehr dick - und erinnerte mich immer an die Trabbantausdünstungen früherer Tage.
Dann gingen wir Essen und durch Teile des Nachtmarktes. Ein Tuktuk brachte uns zum Hotel zurück, wo wir erst wieder im Pool Erfrischung suchten und in der Sonne die ersten Ansichtskarten schrieben. Wir buchten weitere Nächte und machten uns wieder auf in die Stadt - zu Fuss. Hier buchten wir bei Jimmy (Jimmythailand) eine 2-tägige Trekkingtour im Dschungel, wurden von ihm noch zum Festplatz gefahren, wo ein Volksfest mit unterschiedlichsten Darbietungen. Mit Erfrischungen setzten wir uns zum traditionellem Tanz, der anfangs äußerst befremdlich und langsam ! wirkte, aber von den (hübschen) Tänzerinnen sichtlich einige Übung und Kraft verlangte. Über den Nachtmarkt ging es Richtung Hotel zurück, wobei wir wieder in einem kleinen Restaurant einheimische Speisen testeten.

Der Bürgersteig: Schon allein der Höhenunterschied zur Strasse von teilweise bis zu 30 cm macht den Bürgersteig rein optisch nicht mehr übersehbar. Auch die Breite ist ausreichend, um teilweise 4 Menschen nebeneinander gehen zu lassen. Aber: Die Licht- und Strommasten befinden sich ungleichmäßig, aber meist mittig auf demselben. Auch die Grünanpflanzungen (Bäume, Palmen) befinden sich immer zentral im Laufweg. Dazu kommen noch die völlig ungleichmäßig großen und 'sicheren' Schachtabdeckungen, Auffahrtsrampen zu Werkstätten. Doch meistens sind die fahrenden Küchen der Thai und die abendlich aufgestellten Stühle und Tische der Freiluftrestaurants Grund für das Verlassen des sicheren Weges. Nicht unerwähnt sollten auch die oft sehr schief liegenden Platten bleiben, die meiner Mutter auch schon zur Aufführung des 'sterbenden Albatross' verholfen hatten, und fast im Sturz endeten. Wo hatte sie da nur wieder hingesehen?
Zurück nutzten wir wieder ein Tuktuk. Bei der Ankunft vergas ich wohl auf der Rückbank unser Reisebuch. Ein schmerzlicher Verlust, war doch der Stadtplan eine gute, wertvolle Orientierungshilfe.


3. Tag - Mittwoch, 05. März
Heute morgen suchten wir eingentlich einen Tiketladen. Aber durch die vielzahl an Angeboten und Werbung landeten wir dann bei einem Schneider. So liessen wir uns je einen Anzug/Kostüm speziell auf unsere Körpergröße zuschneiden und vertrauten die Rechnungssummer meiner VISA-Karte an. Weitere 2 bis 3 Termine, um den perfekten Sitz sicher zu stellen.
Gleich gegenüber, im B.T.S. 2000, bestellten wir dann unsere Bahnfahrtkarten für die Reise von Chiang Mai nach Bangkok. Unsere bisherigen Erfahrungen liesen uns diese Reiseform als realisierbar und interessanter als ein Flug erscheinen. Auch gab es bei der Buchung nette Situationen. Um sicher zu stellen, ob die reservierten Plätze in einer bestimmten Art und Weise im Waggon und zur Fahrtrichtung angeordnet sind, aber die Sprachkenntnisse aller Beteiligten reichten für eine zweifelsfreie Auskunft nicht aus. So nahm ich kurzerhand die vorhandenen Stühle zur Hand und baute im Verkaufsraum schnell eine Sitzordnung wie im Zug auf und spielte Passagier mit Blick aus dem Fenster. So klappte die Verständigung sofort und wir waren unserer Tikets aber auch vieler Lacher sicher.
Edelsteineingang Den Tips folgend liesen wir uns dann mit einem Tuctuc in die östlich von Chiang Mai gelegene 'Industriestasse' fahren. Hier reihten sich Schirmhersteller, Seidefabriken und Gold- sowie Edelsteinverkäufe. Wir fingen mit einer Schmuckfabrik an, wobei mich hier der Eingangsbereich schon am meisten interessierte - ich trage ja keinen Schmuck. Doch konnte ich mein Interesse gegenüber der Herstellung, die hier am besonderen zugänglichen Arbeitsplätzen in allen Fertigungsstufen gezeigt wurde, nicht verbergen oder zügeln. Ich war dem Führer mit seinen Erklärungen wohl zu langsam, musste aber trotzdem auch weiter die englischen Texte wiederum für meine Mutter in Deutsch übersetzen, obwohl ich selber dabei auch immer wieder an meine Grenzen stiess. Ja und dann ging es hinaus in den Verkaufsraum. Der war für europäische Verhältnisse sehr gross und nach Farben sortiert, schimmerte und glänzte es hier von rot über gelb und grün in allen Schattierungen. Wir waren erstaunt über so viele Varianten - kein Schmuckstück war dem anderen absolut gleich. Hier gönnte sich meine Mutter ein kleines Stück, dessen Kosten kaum Erwähnung finden.

Dann fuhr uns der durch die Firmen sponsorte Fahrer weiter zu einer Naturpapier Schirmherstellung und Malerecke. Nach anfänglichen Umwissens über ein eigenes Objekt, das wir uns bemalen könnten, ergab sich dann der Kauf von weissen Baumwoll-TShirts, die dann von den Künstlern innerhalb von 20 Minuten mit je einem wunderschönen Bild bemalt wurden, das wir uns von einer Tafel aussuchten. Nicht nur deren Kunstfertigkeit war bewundernswert, auch das "zwischen den Zeilen lesen" über Arbeitsbedingungen und Bezahlung und auch die Blumenvielfalt um die Anlage herum verdiente Beachtung.
Weiter ging es in die nächste Edelsteinfabrik, die wir - dem Fahrer seine Belohnung gönnend - in angemessenen Tempo durchstreiften und dabei trotzdem wieder neue Kunstwerke entdeckten. Glas ! Doch als nächstes war eine Teakholzverarbeitung dran. Das Holz wurde nach Bearbeitung und Schliff 7 mal mit einem - scheinbar natärlich gewonnenen Lack - schwarz überzogen und somit versiegelt. Dann wurden die verchiedensten Schmuck- und Gebrauchsstücke teilweise von Balttgold oder sogar von Eierschalenteilchen verziert und ergaben dabei wirklich beeindruckende Stücke. Auch hier wurde doch wieder eingekauft und die vorgesehene Liste der zu beschenkenden Personen daheim weitgehend erledigt.
Zurück begaben wir uns erst wieder ins Hotel und erholten uns von der Hitze, der Fahrt und den Besichtigungen wieder am Pool. Am Abend waren wir dann wieder beim Essen - ich denke, dass wir jetzt schon anfingen, immer das gleiche kleine Restaurant "Ban Purn" zu nutzen, weil es günstig lag, vernünftige Preise hatte und eben zur Strasse hin verschlossen war und dadurch den Straßenlärm gut abhielt. Zudem hatte es mit der Mutter/Tochter Bedienung und der wohl dazugehörendenen Oma in der Küche eine sehr angenehme Atmosphäre und das Essen - egal was wir auch testeten - immer gut schmeckte.


4. Tag - Donnerstag, 06. März
Heute mussten wir etwas früher aus dem Bett, den schon um 8.30 Uhr war Abholung durch Jimmy und wir hatten eh erstaunlich schnell die Zeitumstellung von minus 6 Stunden verarbeitet. Erst besuchten wir westlich von CM zuerst wieder ein Wat (Tempel) - den Wat Suan Dok - mit den gleich anschließend befindlichen Königsgräbern. Aber erst die ausführlichen und geduldigen Erklärungen durch Jimmy, die ich immer wieder blockweise übersetzen durfte, liesen die Anlage im richtigen historischen Licht erscheinen.
Weiter Richtung Westen hielten wir an einem Market in der Nähe des Universitätsgeländes, wo nun unsere Mägen einer harten Probe ausgesetzt wurden. Jimmy führte uns durch die vielen Stände und klärte uns über die verwendeten Früchte und deren Verarbeitung auf. Kokusmilch wie Waffeln verarbeitet, oder Zuckerrohrsaft - frisch gepresst bis hin zu exotischen Früchten, bei deren Verzehr sich auch mein Magen langsam sträubte. Die vielfältigen Gerüche führten letztendlich dann auch bei mir zur Verweigerungshaltung um schlimmeres zu verhindern.

Weiter nach Westen - jetzt den Berg hochfahrend - ging es zum Doi Suithep. Am Parkplatz die üblichen Suveniershops und wieder vielfältige Gerüche der hiesigen Küche. Nun ging es 306 Stufen - immer eingerahmt von je einer 7 köpfigen Naga - zur eigentlichen Tempelanlage hinauf. Hier handelte es sich um eine komplexe Anlage, die 2 geschlossene Bauumfriedungen hatte und so völlig abgeschlossen von Lärm und natürlicher Umgebung jeden Besucher völlig in seinen Bann zieht. Im äußeren Bereich noch Bäume und wunderschöne Blumenanlagen mit kleinen gespendeten Bauten, die auch riessige Glocken oder Gong's enthielten, war der innere Bereich mit Marmor ausgestattet, hatte wunderschöne Wandmalereien und unzählige Buddafiguren und Abbildungen mit einem völlig mit Gold überzogenen Turmbau (Schedi) in der Mitte. Ergänzt durch die ausgezeichneten Erklärungen zu Geschichte und Bedeutung der Bauelemente wurde auch diesen Ausflug wieder zu einem Erlebnis.

Zurück im Hotel suchte meine Mutter den Pol auf, während ich mich etwas hinlegen wollte, aber durch den Feuer-Probealarm trotzdem aufgeschreckt wurde. Wieder in der Stadt holten wir diesmal am Bankautomaten per EC-Karte Geld und hoolten gegen Bezahlung die Bahnfahrkarten ab. Nach einem Termin bei der gegenüber liegenden Schneiderei gingen wir nochmal zum Tiketbüro von Boong und Mam und kauften Karten für die 'Simon Show'. Dabei lud ich auch Mam dazu ein, die diese Show selber noch nicht gesehen hatte und völlig überrascht war. Auf dem Rückweg waren wir wieder in unserem kleinen Restaurant essen und verweilten wieder - etwas näher zum Hotel hin - einer entspannenden Massage, wobei wir diesmal auch Wäsche zur Reinigung abgaben. Zurück im Hotel erfuhren wir, dass die Rücksäcke für die Trekking-Tour am folgenden Tag wegen fehlender Kopien unserer Pässe nicht abgegeben werden konnten.


5. Tag - Freitag, 07. März
Wir waren ausgeschlafen, hatten wieder gut und sehr abwechslungsreich gefrühstückt. Unsere Koffer mit den für die folgenden 2 Tage nicht benötigten Dinge wurden im Hotel verschlossen und wir hatten für die nächste Nacht ja schon gebucht und bezahlt - sicher ist sicher. Wir wurden zwar pünktlich abgeholt, aber die Zusammenstellung aller Trekking-Teilnehmer erfolgte etwas unübersichtlich am Sammelpunkt des Veranstalters. Die Fahrt im roten Taxi südwestlich von Chiang Mai wurde durch einen Marktaufenthalt unterbrochen, den die Tourführer (Tom und Mr. A) zum Einkauf der für die Tour benötigten Nahrungsmittel nutzen und wir uns gleich wieder den vielfältigen Gerüchen aussetzte.
Die weitere Fahrt endete in einem Bergdorf (eigene Volksgruppe) das in einem kurzen Rundgang auch besichtigt wurde und erste Eindrücke vom Leben auf dem Land vermittelte. Einfache Holzhütten, auf Holzbohlen (9-15), die meist einen einzigen grossen Raum so knapp 2 Meter über dem naturbelassenen Boden halten. Der so entstandene Keller ist Lagerschuppen für Arbeitsgeräte, Unterstellraum für die Haustiere (Hühner, Schweine, Kühe - pro Familie kleinste Mengen) und andere Dinge und der eine grosse Raum mit terrassenartigem Zugang dienste gleichzeitig als Wohnung, Schlafzimmer, Küche und wer weis (für) was noch alles.
Die Wanderung begann somit auch im Ort und wir gingen gleich nach dem Ortsrand durch gewaltige Gewächshäuser für Blumen, die ich hier in der 'Wildnis' nicht unbedingt erwartet hatte. Meine Mutter brauchte meist nicht mal die Beschilderung der einzelnen Arten und war oft schneller als der Führer beim Erkennen der Pflanzen. Von hier aus ging es weiter bergab in die hier typischen Wälder. Unten - hier war das Wasser - machten wir dann Mittagspause. Allein dieser Abstieg hatte es in sich, denn die hier auf dem trockenen Lehmboden liegenden Blätter wirkten wie eine Eisfläche auf der auch prompt eine Frau ausrutschte und sich das Knie leicht prellte, aber die wnigen Meter bis zum Wasser noch Laufen konnte. Das Mittagessen wurde fertig in Styrophorbehältern ausgegeben und von uns um das Becken des Wasserfalles und den vorhandenen Bambusplattformen eingenommen wurde. Einige nutzen das kühle Nass auch zur Ganzkörpererfrischung, während ich eher den Oberlauf des Wasserfalles erkundete und dabei auch Bekanntschaft mit dem durch Wasser glatten Steinen machte und auf dem Hosenboden landete.

Nach weiteren 1,5 Stunden Wanderung durch den Wald, über gerodete Zonen mit derzeit brach liegenden Reisfeldern mit einzelnen Bambusunterständen, einem meist nur einem halben Meter breiten Weg folgend, der oft ohne Rücksicht auf Steigung und Gelände oder Vegitation verlief. Unser Ziel lag gut 900 Meter oberhalb von Chiang Mai in einem ursprünglichen Dorf. Der Weg dorthin war schon anspruchsvoll, wurde aber eher durch die Vorgehensweise von Führer und der Mehrzahl der Teilnehmer anstrengender als notwendig. Fehlende Halte, um die Flore und Fauna zu bestaunen, oder ergänzende Erklärungen zu Feldanlagen oder Bewässerung oder Fotos zu machen führten natürlich zu einer leider gehezt wirkenden Wanderung. Einige Teilnehmer waren sehr erschöpt, ohne sich selber etwas zu bremsen und andere durch die Hetz unzufrieden. Mit selber machte die Wanderung trotz freiwilligem 'Lumpensammler' und dem kompletten schweren Gepäck von 2 Personen incl. 4,5 Liter Wasser auf Grund meiner Sportlichkeit wenig aus, konnte ich sogar trotz teilweise gefährlichem Untergrund viel der Umwelt aufnehmen, war mir aber des unangepassten Tempos klar. Während der Wanderung entstanden ein paar Kontakte - jedoch mit Philip, einem Holländer (47), entwickelte sich ein sehr reges Gespräch. Er war schon um einiges Länger in Südostasien unterwegs und hatte mit einem Aufenthalt in Indien zuvor weitaus schlimmere Zustände erlebt.
Im Zielort angekommen, mussten wir von vielen Vorstellungen, die man sich auf Grund der Tourbeschreibung gemacht hatte, Abschied nehmen. Die versprichenen Matratzen bestanden aus gerade mal knapp 1 cm dicken Stoffunterlagen (meine Mutter fand glücklicherweise eine 2 cm dicke Unterlage). Die Schlafsäcke - die wir schon länger mitführten - waren nicht dicker und würden eher als Tagesdecke durchgehen. Bei der Wärme, die wir tagsüber erlebt hatten, sollten diese Stoffsäcke auch ausreichen. Unsere Unterkunft bestand aus einer Art Dorfhaus mit eben auch einem großen Raum, aber dafür mit sauber verarbeitenden Holzwänden und Fenstern sowie Fußboden, auf dem wir uns dann die Nachtlager einrichteten.
Treffpunkt und eigendlich ständiger Aufenthaltsort aller Teilnehmer - unsere Gruppe war 12 Mann stark - war ein Tisch mit 2 Bänken, die sich unter dem Vordach des gleich nebenan liegenden Dorfladens befanden. (Boden naturbelassen !) Die Toilette befand sich hinter dem Häuslein und bestand aus einem Raum mit 2 * 2 Metern Fläche mit im Boden eingelassenem Keramikloch und einem Wasserbottich zum Schöpfen des Wassers für die manuelle Spülung. Die Küche war erheblich größer, aber ähnlich einfach ausgestattet. Links ein erhöhter Bereich für die Vorbereitungsarbeiten wie Schälen und Zuschneiden, und rechts in der Ecke die Kochnische. Trotz der auf dem Foto sicher deutlich zu erkennenden hygienischen Unterschiede war das Kochgeschirr immer sauber.
Meine Mutter und ich erkundeten nach Fertigstellung unseres Nachtlagers den kleinen Ort. Er lag auf einem Bergrücken und hatte grob 20 Hütten, die alle nach dem schon bekannten Prinzip aufgebaut und genutzt wurden. Einige Familien hatten sogar eine zweite Hütte als Anbau und die den Dorfbewohnern gehörenden Tiere bewegten sich teils angekettet frei im Ort oder eben im Bereich der Hütten. Kühe, Schweine, Hühner und Hunde liefen - sich vertragend - durcheinander. Schon bei unserer Ankunft boten uns die kleinsten Dorfbewohner (um die 3 Jahre) Ketten zum Kauf an, wobei es echt schwer fiel, die barfüssigen, einfach gekleideten und mit so hübschen Augen bettelnden Kinder zu blocken bzw. eher zu ignorieren wenn man seinen Bedarf gedeckt hatte. Die Diskrepanz zwischen uns Touristen mit dem Geld für so einen weiten Flug und sonst Hotelaufenthalt, die sich mal für 1 Nacht hierher verirrt hatten, und den hier ansässigen Menschen war nicht zu übersehen und machte mich sehr nachdenklich - und beschämte mich letztlich eher.
Später erkundete ich noch schnell unsere Wasch- und Duschgelegenheit, die sich 500 Meter weiter unten am Bach befand. Und als nützlich und notwendig Erachtet, gingen wir dann den wieder nicht gerade einfachen Weg zum Bach hinunter, wo wir uns ausgiebig wuschen und so den Schweis und den Staub des Tages verloren. Wir nutzen eine flachere Stelle im stetig dahinlaufenden klaren Wasser und die flache Felsformation am Rand für unsere Kleidung. Gleich nebenan befand sie die Brücke über den Bach, die aus nebeneinender liegenden Baumstämmen bestand und durch kleiner Eisenhaken zusammen gehalten wurde. Einige der Dorfbewohner kamen von der Feldarbeit zurück und auch einige Mopeds fuhren über diese Brücke, der meine Mutter nur ungern ein Auto anvertrauen würde.
Das Abendessen war erstaunlich abwechslungs- und umfangreich. Suppe, 2 Fleischzulagen und Reis wurden von uns im Schlafraum eingenommen, während der Rest der Gruppe - teils stehend - am Tisch draussen speiste. Neben Bier und Wasser gab es viel Unterhaltung in englischer, und vielen anderen Sprachen. Und auch unser Philip übte sich vermehrt in Deutsch, was mich dann erheblich entlastete und auch meiner Mutter angenehmer war. Nachdem auch einige die Bananenzigarre gekostet hatten, wurde es aber dann trotz Lagerfeuer zu kalt und wir gingen langsam zu Bett. Die jetzt aber folgende Nacht war 'Schweinekalt' ! Alle frohren wir, was sich leicht an den Reibegeräuschen und den leisen Fluchen zum Reisepartner erkennen lies. Zum Höhepunkt der Nacht konnte ich nach meinem Gang auf die Toilette nicht mehr ins Haus zurück, weil die Riegel innen selbst einrastete und mich keiner klopfen hörte. So verbrachte ich knapp 1 Stunde in meinem kurzen Schlafanzug aber mit Pullover, den ich wegen der Kälte schon an hatte, auf der Bank draussen und sah den Tieren zu. Auch der Sternenhimmel war wunderschön klar zu erkennen und machte die Sache etwas kurzweiliger. Meine Betrachtung des hier wunderbar sichtbaren Nachthimmels wurde erst unterbrochen, als wieder einer der Gäste aufs Clos musste und somit die Tür öffnete - sonst hatte mich keiner gehört.


6. Tag - Samstag, 08. März
Zum Frühstück versammelte sich die ganze Mannschaft wieder am Tisch und kaum hatten wir uns die Kälte aus den Knochen geschüttelt, wurde die Sonne schon wieder unangenehm stark, und brannte auf unseren Rücken. Es gab Rühreier, Toast und Marmelade mit Tee. Dann trennte sich unsere Gruppe in die 3-tages- und 2-tages-Teilnehmer mit je 6 Personen, wobei wir unter der Führung von 3 Dorfkindern (ca. 5-7 Jahre alt) durch Anbaufelder und Urwald sowie Reisfeldern knapp 30 Minuten hinunter zu einem Wasserfall, wo die andere 12-köpfige Gruppe ihr Nachtlager hatte. Hier war nur die Hütte mit Anbauten in der Nähe eines Wasserfalles zu sehen. Angekommen sagte uns der dortige Gruppenführer, dass wir in ca. 30 Minuten zum Ort hinauf aufbrechen würden, um der Gruppe den Ort oben zu zeigen und von dort aus weiter zu wandern. Somit waren wir 'nur' wegem dem Wassefall heruntergekommen, und unser Führer vom Ort oben hatte die Nachricht nicht erhalten, dass diese Gruppe ezum Ort hochkommen würde und wir somit oben warten könnten. Somit gingen meine Mutter und ich sogleich wieder zurück, um gemütlich den Aufstieg angehen zu können. Den Weg hatte ich mit gemerkt. Oben im Ort angekommen, wurde das Missverständnis nur teilweise gelöst und erst als der Rest der Gruppe wieder dort ankam, konnten beide Führer den Grund für das Missverständnis erkennen. Ein Melder vom Lager unten hatte im Ort einfach nicht die Nachricht weitergegeben.
Dann ging es jetzt mit allen 18 Teilnehmern an unserem 'Badezimmer' vorbei und über die 'stabile' Brücke wieder in den Wald. Brachliegende Reisfelder und Rinder sowie wenige Thais waren zu sehen. Leider gab es keine Stops, um die Pflanzen oder einfach die Umgebung etwas gemütlicher anzusehen. Einige Teilnehmer - vor allem die beiden Vegitarierinnen - waren sehr erschöpft und so bildeten wir 3 ältesten Teilnehmer hinten eine Bremse, um das Tempo zu reduzieren. Der Stop wurde dann an der Endstation des Fußweges abgehalten, wozu uns ein Bambusunterstand diente. Hier gab es zudem eher nichts zum anschauen und so ruhten wir uns aus.
Knapp oberhalb bestiegen wir wieder unsere roten Taxis und wurden über die hier recht üppig mit Schlaglöchern gesegnete Strasse zu einem Ort gefahren, wo unser Mittagessen wartete. Einfach, aber nahrhaft wurden wir wieder mit landesüblicher Küche versorgt. Während dem Essen brach dann eine der beiden besagten Mädchen zusammen, blieb aber bei Bewustsein.
Dann ging es zum Startplatz für die Flosfahrt. Dort war jeder gut beraten, so wenig wertvolle Dinge wie möglich mitzunehmen. Ein Flos (ca. 8-9 Bambusstangen) mit einer kleinen Sitzgelegenheit mittig trug vorne weg den Flosführer. Mittag sassen 2-3 Gäste und am Ende konnte ein weiterer Passagier die 2. Stange zur Steuerung übernehmen, was ich übernahm - konnte ich so wenigstens stehen und die am Mann behaltenen Wertgegenstände weiter über Wasser halten. Die Fahrt entwickelte sich zu einem Spiel mit dem Gleichgewicht und einer Wasserschlacht. Die anderen Besatzungen bespritzten sich gegenseitig mit Wasser und fielen dabei aber auch ab und zu über Bord in das für die Hitze super angenehm Kühle und flache Wasser.
Unser Steuermann dirigierte unser Floss zwar mitten in die Wasserschlacht, aber dank unserer Beschleunigung kamen wir schnell hindurch und konnten so ohne unfreiwillige Überfälle die Fahrt geniesen. Viele kleine 'Stromschnellen' führten immer wieder zu gefährlicher Schieflage unseres Gefährtes hinderte uns aber nicht daran, die wunderschöne Umgebung zu betrachten. Kleine Bambusunterstände am Fluss waren von erholungssuchenden Einheimischen belebt, die auch immer wieder mit Wasserüberfällen für eine Abkühlung sorgten. Einmal mussten wir für eine gefährlichere Stelle das Flos verlassen und dahinter wieder aufsteigen, was wir erst nicht mitbekamen und schon das Ende der Fahrt erwartet hatten. Doch schon jetzt waren wir pitschnass und meine Wanderstiefel trugen sich ungewöhnlich schwer, war ich doch bis über die Knie im Wasser gestanden ohne ! das Flos verlassen zu haben, und beide Passagiere in der Mitte (Hilde und Philip) waren regelmäßig bis zur Brust im Wasser gesessen, hatte das Flos doch enorm Tiefgang entwickelt.

Dann an der 'Endhaltestelle', wo die Flöse auch für den Rücktransport Bachaufwärts demontiert wurden, waren auch gleich die Aufstiegshilfen zum Elefantenritt. Anfangs fütterten wir die Elefanten mit Bananen und Gurken, die mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit und einer eleganten Bewegung des Rüssels im Maul verschwanden. Und diese grauen Riesen genossen die Streicheleinheiten an ihrem Kopf, die ich eher als Volleinsatz der Finger bezeichnen müsste, doch der Riese bliebt immer erst direkt vor mir wieder stehen, wenn ich doch etwas Abstand schaffen wollte. Berichte und Warnungen aus Reisehinweisen wollte ich doch nicht unbedacht lassen, wurde aber schnell eines Besseren belehrt.
Dann ging es auf die Hochsitze aus Holz und durch den Bach in den Wald gegenüber. Im Wasser bewegten sich die Elefanten sehr vorsichtig und suchten mit ihrem Rüssel erst den nächsten Schritt im trüben Wasser ab. Einer der Mahuts wurde etwas nass, als ein Elefant Wasserdusche spielte. Den Hang hinauf schaukelte es schon heftig, aber es ging gleichmäsig dahin. Unterwegs konnte ich weitere Bananen erwerben, die den Grauen gut schmeckten. Einer der voraus reitenden Elefanten streifte sich am Baum die Halteleine des Sitzes hinten am Schwanz ab, indem er sich an einem Baum kratzte. Der Mahut kletterte einfach an seinen beiden Passagieren vorbei nach hinten und befestigte die Schlaufe wieder. Bergab rutschten wir fast vom Sitz, so steil ging es abwärts. Die Bananen gingen nach dem Ritt an unseren Grauen, der/die ? auch nicht gerade langsam im Essen war.
Somit war das Trekking abgeschlossen und wir wurden wieder in den roten Taxis nach Chiang Mai gefahren. Die beiden Führer standen dabei trotz Fahrt auf der Autobahn hinten auf der Ladeklappe und genossen den kühlenden Fahrtwind. (Auf der Hin- oder Rückfahrt war einer während der Fahrt aufs Dach gestiegen ...)
Wieder im Hotel angekommen, waren wir zwar nicht gerade angemessen bekleidet, aber man kannte uns ja schon und so erhielten wir sogar das gleiche Zimmer und machten uns wieder Ausgefein. In der Stadt gaben wir die Trekkingwäsche ab und holten die erste Waschladung zugleich ab. Nach dem Essen in unserem bekannten Lokal fuhr Hilde mit einem roten Taxi ins Hotel, während ich beim Bummel noch Wörterbücher einkaufte und eine Stunde Ölmassage genoss. Man o man, die war gerade mal 1,50 Meter hoch, hatte aber Finger aus Stahl. Teilweise hatte ich schon Angst um meine Füsse oder Finger, aber letztlich war es wieder eine Stunde voller Erholung und Entspannung.

Auf dem Weg zurück besuchte ich eine der Karaoke-Bars, die an der Strasse lagen. Interessiert über das Geschehen im Inneren betrat ich also eine und bestellte mir eine Cola. Die wurde schnell gebracht und gleichzeitig eröffnete mir ein Herr aus der Bar die Preise für die Mädchen, die hier überall an der Bar sassen. Eine gewisse Summe fürs Zusammensitzen und deren Getränke bezahlen. Aha. Dabei lies er mir gleich den Katalog mit den verfügbaren Karaoketiteln zukommen, die ich auch gemütlich durchblätterte. Auch wurde eigentlich jeder gespielte Titel an der Leinwand von einem Gast begleitet, wobei auch thailändische Titel darunter waren und ich anhand der westlich lesbaren Schrift den Text nur erahnen konnte. Ohne weitere Nutzung des Angebotes verlies ich die Bar und ging ins Hotel zurück, wo ich einen Schlüsseldienst brauchte, um ins Zimmer zu kommen. Meine Mutter hatte mich nicht gehört und so lies ich halt aufsperren.


7. Tag - Sonntag, 09. März
Bis um 8:30 geschlafen und eine Stunde beim Frühstück. Auf dem Weg in die Stadt haben wir bei Jimmy noch eine Tour zur Elefantenschule gebucht und in der Stadt weitere 6 Tempelanlagen und nebenbei Filme zur Entwicklung abgegeben. Es war wieder sehr warm und wir gönnten uns eine Thai-Suppe in der Stadt und fuhren per Tuctuc zum Hotel zurück. Die Innenstadt war für den Autoverkehr gesperrt war und wirkte eher wie zu einem Flohmarkt.

Zurück im Hotel verbrachten wir erst wieder erholsam am Pool und zogen gegen 17 Uhr wieder los um beim Schneider die letzte Anprobe zu erledigen. Die Sachen waren fertig und so bestellten wir - überzeugt durch die erste Anfertigung - je noch einen zweiten Satz dazu.
Auf dem Rückweg holten wir noch die Fotos ab, und verbanden die Abholung der Wäsche noch mit einer Massage. Weiter zurück zum Hotel aßen wir mal in einem anderen Lokal und waren gegen 20 Uhr im Hotel um uns umzuziehen. Um 21 Uhr warteten wir auf Mam und fuhren dann (sie Moped - wir im Tuctuc) zur Simonshow. Der Tuctuc-Fahrer schien ein Fan von Michael Schuhmacher zu sein, und manach anderer Mitfahrer hätte wohl um sein Leben gefürchtet.
Schon am Eingang zur Simon-Show erwartete uns eine völlig andere Welt. Saubere Parkflächen und mit Lichterketten behängte Grünanlagen, die auch jetzt in voller Farbenpracht erstrahlten, führten uns in den luxuriös ausgestatteten Eingangsbereich, in dem wir noch Getränke orderten und uns dann in den Zuschauerbereich, der sehr weitläufig angelegt war, einfanden.


Die Show selber war atemberaubend: farbenfrohe Bühnendekoration, die durch die Ausstattung der Tänzer weit übertroffen wurde und auch im Ultraviolett (Schwarzlicht) angelegt war. Von Einlagen aus den eher traditionellem Thailand, über ägyptische, chinesische und auch Anlehnungen zum Broadway waren die Tanz und Gesangseinlagen echt klasse. Besonders zu erwähnen ist hier jedoch, dass es sich vor allem bei den hauptdarstellern und sogenannte Ladyman handelte! Nach der Show wurden wir schon von Mrs. Boong erwartet, die uns in Ihrem Wagen wieder zum Hotel zurück brachte.


8. Tag - Montag, 10. März
Wieder lange ausgeschlafen und anch einem wieder gemütlichen und reichhaltigen Frühstück zu Fuß in die Stadt zur Schneiderei, um den Rock ändern zu lassen. Unterwegs mussten wir 2 mal stoppen, da Hilde sich einen Durchfall eingehandelt hatte. Weiter holten wir wieder Fotos ab, lösten einen weiteren Traveller Scheck ein und fuhren dann wiederum mit einem Tuctuc zum Nationalmuseum. Dieses war sehr ausführlich und plastisch eingerichtet und reichte von der Frühzeit mit Tonscherben und Brennöfen, plastischen Darstellungen von historischen Begebenheiten und viele Objekte aus der neueren Zeit. Hitze und ständiges Übersetzen der englischen Erklärungen machten mir arg zu schaffen und so mussten wir die Tour durch eine längere Pause unterbrechen. Vor dem Museum füllten wir unsere Vorräte auf und fuhren zum Hotel zurück.
Während unseres erneuten Aufenthaltes am Pool erlebten wir ein kurzes aber heftiges Gewitter und Hilde musste nochmalig den Durchfall Tribut zollen. Wir blieben jedoch am Pool und ein Medikament beendetete Hildes Probleme. Später gingen wir wieder in die Stadt und versendeten ein paar Mails nach Hause und probierten wieder neue Gerichte in unserem Restaurant. Während Hilde mit dem Tuctuc zum Hotel fuhr, lief ich mit einigen Zwischenstationen zurück.


9. Tag - Dienstag, 11. März
Nach dem Frühstück ging es schon um 8 Uhr los Richtung Lampang. Auf dem Pass zwischen ChiangMai und Lampang besuchten wir eine Gedenkstädt für die vielen Straßenverkehrsopfer direkt an der autobahnähnlichen Strasse. Unzählige Gedenkaltäre standen hier in dichten Reihen über locker 300 Meter am Hang. Nach einer Gedenkminute im Tempel ging es weiter zum Elefantenhospital. Neben Minenopfern, denen jeweils der komplette Fuß fehlte und auf drei Beinen humpelte, während der Stumpf in dicken Bandagen steckte. Uns standen die Tränen in den Augen, hatten die grauen Riesen doch bei dem Gewicht erhebliche Probleme. Dann wurden wir zu einer Elefantenmutter mit ihrem 6 Tage altem und 30 kg schweren Jungen geführt.
Da das Junge aber zu klein war und die mütterlichen Zitzen nicht erreichen konnte, wurde es von einem Pfleger mit der Flasche (zu)gefüttert. Sein Mund war noch ganz Lila angehaucht und wir konnten es sogar streicheln. Die nicht zu übersehenden Haare machten sogar Sauborsten alle Ehre, und die Mutter blieb völlig ruhig, obwohl wir noch nie hier waren und direkt um sie herum auch gerade der Boden gewischt wurde. Nach 2 reichhaltigen Spenden zum Erhalt des Hospitals ging es weiter.
Die Elefantenschule war unweit des Hospitals aber dafür erheblich belebter. Wir kamen gerade zur Badezeit der Elefanten an, was nicht ohne gegenseitiges Nassmachen mittels der Naturrüssel vor sich ging. Dann machten sich die Elefanten mitsamt der Mahuts zur Vorstellung fertig während wir wieder Bananen bunkerten und uns zur Zuschauertribüne begaben. Schon der Einmarsch der Elefanten war sehenswert. Ein Elefant trug eine Flagge voraus, während 2 Elefanten dahinter an einem Baumstamm eine Trommel zwischen sich trugen, die wiederum von einem weiteren Elefanten mit einem Stock schön im Rhythmus zur Musik geschlagen wurde. Dann wurden alle Elefanten vom jüngsten Teilnehmer an aufwärts vorgestellt und machten auch immer einen schönen Knicks dazu.
Das Jüngste hisste schön brav zur Hymne die Flagge am Mast. Sie legten sich alle zum Schlafen hin, und später legte ein Mahut seine Kopfbedeckung auf den Boden und lies diese von seinem Elefanten aufheben, hinterherbringen und sich ganz sanft wieder richtig aufsetzen. Weiterhin führten sie den Transport und das Stapeln von Baumstämmen vorwärst, rückwärts, im Partnerbetrieb und in der Gemeinschaft vor und spielten gemeinsam die verschiedenen Holzinstrumente zur Hymne, die von der Sprecherin mitgesungen wurde. Nach der Belohnung mit den Bananen (eigentlich immer Stauden zu grob 20 Stück) sahen wir uns noch das etwas versteckte Skelett eines Elefanten an und besichtigten die Herstellung von Papier aus Elefantenscheisse, was der Papyrusherstellung, die ich in Ägypten gesehen hatte, erstaunlich glich. Dann besuchten wir eine weitere Elefantenmutter mit ihrem Jungen, welches sich als kleiner Flegel herausstellte und mit dem wir ständig Wettschieben veranstalteten - trotz seiner kleinen Größe keine Chance für uns!
Weiter in Lampang fuhren wir mit einer Pferdekutsche durch den Ort, in dem sich aber mehr der alten Holzhäuser erhalten hatten. Dann noch am Wat (Tempel) Haripunchai mit großem brozenen Gong und einem Tempel mit vielen Türmen und Tierkreiszeichen. Weiterhin eine alle Holzvilla (Teak) mit schicker Einrichtung und Garten. Durch ein Gewitter mit teils heftigen Sturmböhen ging es dann weiter nach Lamphun, einer im Schlamm des Flusses verschwunden früheren Provinz-Hauptstadt, aus der viele Tempel (Grundmauern mit etwas Restaufbau) ausgegraben wurden, aber einen guten Eindruck von der ehemaligen Größe lieferten. Zurück ging es eine Allee aus sehr hohen Bäumen entlang, die auch gleichzeitig eine Kennzeichnung der Region waren und prompt an der Bezirksgrenze aufhörten. Gegen 18 Uhr waren wir wieder im Hotel. Nach Dusche und Essen noch eine Massage und ab ins Bett.


10. Tag - Mittwoch, 12. März
Spät aufgestanden ging es zum obligatorischen Frühstück. Wiederum beim Schneider schauten wir dann bei Mam rein, die auch für uns ein Geschenk hatte. Dann waren wir im Bazar und fanden einen Optiker, der Hildes schiefe Brille kostenlos richtete. Nach Einlauf von Keksen und Sojamilch ging es wieder zurück ins Hotel an den Pool und um 16 Uhr nochmal zum Schneider. Gegen 18 Uhr wieder zum Essen und danach in die historische Tanzshow, an der insgesamt nur 6 Zuschauer teilnehmen, ich aber selber auf der Bühne mittanzen konnte.


11. Tag - Donnerstag, 13. März
Früh ging es wieder mit Jimmy und seinem Fahrer zum Doi Inthanon, dem mit 2500 Meter höchstem Berg in Thailand. Auf einem Rundweg mit Führer schlurften wir zu fünft durch verschiedene Vegitationszonen. Angefangen im Wald, ging es über Grasland wieder in einen Dschungel und Nebelwald. Verschiedenste Pflanzen, Blumen und Tiere sowie Früchte machten die 2,5 Stunden zu einem erholsamen Erlebnis.
Das Mittagessen nahmen wir an der Eingangsstation zum Wanderweg ein und wurden Zeuge wie Jimmy die für uns schon furchtbar scharf geltenden Paprika einfach so wegfutterte. Aber das Essen selber war sehr gut.
Dann ging es per Auto auf die Spitze des Doi Inthanon wo sich natürlich auch eine Militärstation befand. 2 Tempelanlagen mit wunderschönen Blumenanlagen luden zu einem weiteren ausführlichen Spaziergang ein. Farben und Düfte der Blumen konkurierten mit den glänzenden und glizernden Bauten der Königstempel.
Weiter runter kühlten wir uns noch im der Gischt eines hohen Wasserfalles und machten uns dann auf den Weg zurück nach Chiang Mai.
Paprika ist SCHARF! Jimmy machte auf der Fahrt die verschiedenen Nationen nach, die er bisher so erlebt hatte. Die Deutschen würden auch auf der Busfahrt immer "Oh schön" sagen und nie ruhen, während die Japaner zwischen den Besichtigungspunkten immer sofort schlafen würden und somit auch dem Reiseführer eine Pause gönnten. Vor Chiang Mai durchquerten wir noch ein heftiges Gewitter.
Zurück im Hotel erst mal unter die Dusche und dann die Koffer packen. Dann ging es wieder in die Stadt zum Essen (na wo schon) und auf dem Rückweg noch ein paar Bücher (Übersetzungsbücher für die Hotelangestelten) kaufen und bei Jimmy die Fototasche holen (der hatte die noch in der Hose). Ich habe mich dann noch bei meinen Massagemädchen verabschiedet und bin dann auch ins Hotel.


12. Tag - Freitag, 14. März
Nach dem Frühstück und der herzlichen Verabschiedung vom Hotelpersonal nach Übergabe der Bücher wurden wir im Hotel mit einem Kleinbus abgeholt. Bis zum Bahnhof gab es noch viel Unterhaltung und fast schon Tränen zum Abschied.
Das richtige Gleis und den Zug fanden wir recht einfach und bald befanden wir uns auch schon auf unseren Plätzen. Eine pünktliche Abfahrt führte und vom Bergland mit Tunnel immer weiter hinab in die schier endlose Ebene bis nach Bangkok. Vorbei an zahllosen Wäldern und dann nur noch Reisfeldern mit Zwischenstops erreichten wir pünktlich Bangkok. Unterwegs errinnere ich mich noch an einen Halt mit einem älterm Tempel und vielen Affen (freilaufend) in der Stadt.
Problematisch war jetzt das Auffinden eines Taxifahrers, der mit "Menam Riverside" - unserem Hotel - etwas anfangen konnte. Der 7. oder 8. reagierte so, dass ich sicher annehmen konnte, dass wir keine Stadtrundfahrt machen würden. Und mit der Karte von Bangkok auf meinem Schoß auf dem Beifahrersitz konnte ich die korrekte Strecke auch gut nachvollziehen. Der Verkehr und schon der Lärm am Bahnhof hatten uns schon kurz geschockt - es war eben nicht mehr Chiang Mai ...
Das Einschecken ging sehr schnell und kurz darauf waren wir im 10 Stockwerk in unserem Zimmer mit Blick auf den Fluss Richtung Norden und damit dem Zentrum von Bangkok, dass jetzt in der Dunkelheit schon wie ein Weihnachtsbaum leuchtete. Nach einer Dusche sind wir noch zu einer kleinen Runde aufgebrochen, um einerseits die 11 Stunden Sitzen auszugleichen und auch etwas zum Abendessen zu finden. Der Lärm weiter vorne auf der Straße - das Hotel lag ca. 150 Meter abgesetzt vom Durchgangsverkehr - war ohrenbeteubend. Wir konnten uns nicht mehr einfach so mal was sagen, sondern mussten stehen bleiben und uns direkt angucken und ansprechen, sonst ging der Satz einfach im Lärm unter.
Nach einer Suppe in einem offenen Restaurant - aber weit hinten sitzend, waren wir zurück im Hotel. Mein Magen war nicht besonders gut drauf und somit endlich Nachtruhe.


13. Tag - Samstag, 15. März
Die Klimaanlage war in Betrieb, denn ohne wäre man im Bett regelrecht ersoffen, aber aus dem klimatisiertem Zimmer (ca. 23°C) durch das noch kühlere Hotel dann auf die am Fluss gelegene offene Frühstücksterrasse raubte mir erst mal den Atem. Ich stand schon wieder voll im Schweiss. Das Frühstücksbuffet war reichhaltig, konnte aber mit dem ParkHotel nicht ganz mithalten. Während des Frühstückes konnten wir unzählige Fische beobachten, die gleich unter und im Fluss wild irgendwelche Beute an der Wasseroberfläche jagten (hoffe ich ...).
Dann ging es mit den Langbooten (Wassertaxis) los in die Stadt. Wir mussten uns anfangs schon erheblich mühen, um einmal flott (anlegen, umsteigen, ablegen) und sicher auf das schaukelnde etwas zu gelangen. Aber es ging immer sehr gesittet zu, also erst die Leute runter und dann die wartenden rauf. Schon die Fahrt selber war ein Erlebnis. Vorbei an weiteren Hotels sahen wir hier schon weitere Tempel und Märkte sowie den Palast von hinten.
Der Palast wurde auch als erstes besichtigt, nachdem wir diesen trotz brütender Hitze - immer eine Wasserflasche zur Hand! - zu Fuß erreichten. Nebst vielen anderen Touristen war der Zentralbereich die Aneinanderreihung von Tempeln, Stupas und Buddas in allen Formen, Farben und Größen. Danach ging es unter Einbeziehung der hier reichlich vorhandenen Grünanlagen zum Wat Pra Kaoe, dessen Anblick einem den Atem still stehen lies, und weiter zum Wat Poh, wo der größte bekannte Budda in liegender Haltung schon größere Füße hat, als ich lang bin.
Nach den Wats Ratschapradit und Ratchabophit sind wir dann durch einen Blumen- und Gemüsemarkt wieder Richtung Fluss gegangen. Es muss nicht erwähnt werden, das wir uns im Markt fast verlaufen hätten, so viele Seitengänge und Blumenstände gab es dort. Vor der Rückfahrt im Langboot gab es noch eine Suppe und Früchte am Stehimbiss fahrbar - sehr gut !
Kurz vor dem Hotel gab es eine Massage, wo wir den erfahrenen Männern und Frauen unsere Füsse anvertrauten und nach einer Stunde dann im Pool unsere Körper abkühlten. Nach der Massage hätten wir gleich wieder 3 Stunden gehen können, so wohl hatte es wieder gatan. Dann machten wir aus auf den Weg zur Hochbahn, die knapp 1 Kilometer weiter eine Station (Taksin ?) hatte. So fuhren wir klimatisiert, über den verstopften Strassen und mit nur wenigen weiteren Fahrtgästen nach Sala Deng, wo wir das typische Gemisch aus Märkten, Buden, Essenständen und Bars sowie auch größeren Geschäften besichtigten. Man konnte sogar bis in die GoGo-Bars hineinsehen und die Bars waren übersät mit "geschäftstüchtigen Damen", sei es nun als Unterhaltungs, Nacht- oder gar Urlaubs- begleitung. Wieder gab es in einem kleinem Restaurant unser Abendessen und danach dann wieder mit der Hochbahn und per Pedes zurück ins Hotel.


14. Tag - Sonntag, 16. März
Nach dem Frühstück in der "Morgenkühle" am Fluss ging es wieder mit dem Langboot kreuz und quer zum Nationalmuseum. Dabei querten wir ein Universitätsgelände, was zumindest für mehr Ruhe sorgte. Auch hier das Museum wieder sehr ansprechend mit 3D-Aufbauten hergerichtet, aber für mich recht anstrengend, da ich ja die englischen Texte immer ins Deutsche übersetzte. Wasser wurde auch heute wieder zum Mittelpunkt des seins und mein Kreuz mochte das "Schlendern" auch nicht gerade.
Weiter erreichten wir eine Straße um unzähligen Verkäufern von Amuletten, die ihre Ware auf dem Bürgersteig feilboten. Wieder mit dem Langboot landeten wir im Hotel, genossen wieder unsere Fußmassage und legten uns etwas hin - die Hitze war ermüdend. Das Abendessen nahmen wir heute im Hotel zu uns, da es bei der Buchung inclusive war und wir mal gerne auf Lärm und Fußweg verzichtet hatten.
Leider musste bei einer der letzten Wäscheabgaben in Chiang Mai mal mein Hemd in eine farblich und von der Form her völlig gleiche Bluse vertauscht worden sein. Erst als ich das vermeindliche Hemd nicht wie sonst über die Schulten nach vorne brachte und dann im geschlossenen Zustand etwas fettleibig wirkte, fielen uns die typischen "Blusen"-Anzeichen auf. Hilde konnte trotz ihres Lachanfalles noch ein Foto machen, doch die Bluse legte ich zurück in den Koffer.


15. Tag - Montag, 17. März
Frühstück wie üblich mit dem ersten Schock über den Temperaturunterschied vom Zimmer zur Außenterrasse. Ich hatte schon einen Zettel mit "27°C" an der Klimaanlage angebracht, da der Zimmerservice immer auf 18° einstellte, und der Unterschied viel zu groß war. Das ging echt auf die Kondition ...
Wieder mit dem Langboot los, aber falsch ausgestiegen. Wir wollten zum Wat Amrun und durften uns jetzt auch ein paar weniger sehenswerte Uferbereiche (Müll, Gestank) ansehen. Letzlich aber erreichten wir den Tempel, der auf der früheren Stadtzentrumsseite erbaut war und das Gebiet des früheren Palastes kennzeichnete. Nur die Stufen waren sehr hoch und machten das Runtergehen etwas heikel - eher wie eine Bergtour. Aber die Farben und Formen am und im Tempelbereich waren auch hier wieder einen Besuch wert. Zu erwähnen sicher auch die vielen Souvenierläden und Fotoangebote mit wirklich wunderschön anzusehenden Frauen in traditioneller Kleidung. Auch Schlangen konnte man sich umhängen - wenn man die 20 Kg verträgt ...
Weiter zum Monument Overkehr (? kanns nicht mehr lesen) und über den Wat Ratschabury zum Wat Chakkrawat und zu dem goldenen Budda im Wat Traimit, sowie noch dem Wat Ratbumbug. Gegessen haben wir diesmal in einem gehobenerem Restaurant in Chinatown, nachdem ich meine Mutter trotz der Hitze wieder quer durch Bangkok per Pedes geführt hatte. Aber so konnten wir die meisten Eindrücke mitnehmen ... Ich erinnere mich noch an die Elektronikmeile, wo alle Arten von elektrischen Dingen direkt am Straßenrand von spezialisierten Händlern angeboten und reperiert wurden.
Wieder mit dem Langboot zurück ins Hotel und nach einer Dusche ausruhen. Diesmal ging es nach harten Preisverhandlungen per Tuktuk zur Skytrainstation, wobei wir auch nicht schneller vorwärts kamen und schon früher ausstiegen, weil der Verkehr einfach stand. In Saladeng sind wir in ein Kaufhaus, wo mich angesichts der Preise und der Bedienung der Kaufrausch packte. 5 Hosen und 4 Hemden hole ich mir sonst in 2 Jahren nicht ins Haus ... Hilde nutzte die Preise für 1 Hose samt Bluse und dann gingen wir weiter unten im Kaufhaus noch Essen, wobei sich eine kleine Unterhaltung mit einer Familie aus Bangkok entwickelte.
Mit Sky und Tuk zurück ins Hotel und nach einer weiteren Dusche packten wir die Koffer für den Letzten Abschnitt.


16. Tag - Dienstag, 18. März
Nach dem Frühstück und dem Auschecken wurden wir vom Hotel etwas geneppt, indem man uns kein echtes Taxi, sondern ein "Hoteltaxi" andrehte. Der Taxifahrer sah mir deutlich an, das mir das klar geworden war, und ich nur wegen meiner Mutter nicht einfach wieder ausgesiegen bin. Der Taxistand war ja nur etwa 50 Meter weiter an der Hauptstrasse. Zusätzlich mit der Karte auf meinem Schoss kontrollierte ich die Fahrtroute. Nach 40 Minuten waren wir am Flughafen und konnten unsere Koffer gegen die Zahlung eines "Übergewichtzuschlages" (upps ja woher denn jetzt schon ?) bald abgeben. Da wir so früh am Flughafen waren erreichten wir sogar eine Umbuchung auf ein Flug genau 1 Stunde früher und statteten uns noch am Automaten mit Geld aus.
Der Flug selber dauerte gerade mal 40 Minuten und schon der Landeanflug lies uns erschaudern. Inseln mit kleinen Buchten, weißer Sand und Palmen im blauen Meer - das sollte hoffentlich nicht nur ein Traum bleiben ...
Vom geradezu winzigen Flughafen (2 offene - aber schön angepasste - Gebäude an einer Landebahn mit Platz für vielleicht 3 Flieger) ging es mit einem Sammeltaxi los. Das Versprechen, oder war es ein Versprecher ? uns 2 für den Preis alleine zu fahren, wurde natürlich NICHT eingehalten. Ich wäre ja auch hier wieder ausgestiegen ...
Im Banana Fan Sea Samui Beach Resort angekommen, empfing uns eine offene übersichtliche Eingangshalle, aber als es dann in unseren Bungalow ging (ohne Aufschlag größer als gebucht - sagte die Dame) blieb uns die Spucke weg: Wir wohnten in einem Botanischen Garten inmitten von Palmen, Wedeln und Orchideen. Von unserem Zimmer Nr. 319 konnten wir schon das Meer rauschen hören - und es war warm ! Jede Bewegung löste Schweißperlen aus - also nur nicht bewegen ... !
Nach einem Überblick über Strand und Hotelanlage zogen wir links aus dem Hotel heraus zum Wasserholen los. Nicht unweit bot ein Geschäft wunderschöne Orchideen an - aber wie transportieren ? Mit einigen Flaschen kamen wir zum Hotel zurück.


17. Tag - Mittwoch, 19. März
Das Wasser war jetzt am Morgen schon fast leer - so verlangten unsere Körper nach dem Nass, das er im selben Moment aber gleich wieder in Unmengen ausschwitze.
So genossen wir den Strand und das fast schon zu warme Wasser. Ein Sandstrand teilweise mit mehlartigem Sand - so fein! Am Abend weit in den Norden an das andere Ende von "Chaweng Beach" am Strand entland, sahen wir gleichwertige Hotelanlagen, bis hin zu Bunkerbauten und recht heruntergekommenen "Lagern". Gut ist, dass alle Gebäude nicht höher als die Palmen waren und somit der Gesamteindruck immer Klasse blieb.
Zum Abendessen suchten wir wieder eine kleine Kneipe auf (Werbepersonal stand genügend an der Einkaufsstraße herum). Hilde hatte Kokusmilchsuppe mit Reis und Gemüse. Ich genoss Shrimps als Vorspeise und danach Nudeln.
Zurück im Hotel gingen wir schlafen und schalteten die Klimaanlage wieder an - wir schwitzten sogar im Schlaf ...


18. Tag - Donnerstag, 20. März
Wiederum Frühstück vorne im offenen Areal mit frischen Zubereitungen aus verschiedenen Ländern und viel Obst. Danach wollten wir gleich Wasser holen, aber wir waren zu früh und alle Geschäfte hatten noch zu. Zudem bekam ich Halsschmerzen und mein "heißer Körper" lies leichtes Fieber erahnen.
Später erhielt ich das Wasser und machte in einer Apotheke irgendwie mein Problem klar und erhielt - abgezählt in einer Tüte ohne Beschriftung - einige Tabletten. So verbrachte ich den Tag vorsichtshalber im Zimmer und schlief viel. Meine Mutter genoss die Ruhe am Strand und las viel.
Am Abend gingen wir wieder Essen und ich war noch in einem Internetcaffee eine Mail absetzen. (Durch meine Reparatur / Einstellung der Rechner konnte der Besitzer wieder alle Rechner ins Internet bringen und ich brauchte nix zahlen.)


19. Tag - Freitag, 21. März
Nach dem üblichen reichhaltigen Frühstück wieder beide am Strand (Schirm). Hilde hatte sich etwas die rechte Hüfte und ISCHIAS versaut. Also hinlegen, aber nach der Massage am Nachmittag waren auch diese Beschwerden besser geworden.
Ich war am Abend weitaus länger unterwegs und "inspizierte" die beiden erreichbaren Diskotheken. Ein rießiges Holzhaus mit Innenhof als Disco - gute Musik und nicht zu teuer, aber zu viele echte Touristen.


20. Tag - Samstag, 22. März
Nach dem Frühstück heute viel Balkon, den wir beide hatten einen Sonnenbrand und Hilde zusätzlich etwas Probleme im Kreuz. Am Abend dann im Meer schwimmen mit Entsalzung unter der Dusche und im Hotelpool.
Wir beide genossen wieder die Thaimassage und Hildes Rücken war wieder etwas besser. Danach zum Duschen und zum Essen fertig machen. Es gab Fisch und Thai-Wein Rose. Hilde ist auf dem Rückweg noch gemütlich an den Geschäften entland, während ich die andere Seite von Chaweng erkundete, aber bald das Ende fand und auch schnell zurück war.


21. Tag - Sonntag, 23. März
Nach dem Frühstück dann mal raus auf die Straße und ausgerüstet für eine Tagestour auf ein Sammeltaxi gewartet. Die Verständigung war ok und so konnten wir alsbald - auf einer Ladefläche sitzend - in Lamai aussteigen und durch die Stadt nach Süden zu einer berühmten Felsformation im Wasser: "Hin Ta + Hin Yau" (Oma und Opa) spazieren. Der Opa hatte eine erhebliche Errektion - so jedenfalls musste der Stein interpretiert werden ...
Dann wieder an der Straße oben (es war wie immer heiß!) ging es mit einem weiteren Sammeltaxi weiter zum Wat Kuiram. Dort saß ein mumifizierter Mönch (mit Sonnenbrille) weiter in seiner Meditationsstellung. Er verweste nicht, da er sich während seiner Meditation ausgetrocknet hatte ...
Weiter ging es per Pedes Richtung Wasserrfälle und Elefantencamp erst mitten durch Kokuspalmenheine. Ein Forstauto nahm uns einfach den Berg hinaus ein Stück mit zum Eingang eines "Lehrpfades". Zumindest ging es auf schmalsten Pfaden von Felsen zu Felsen, einen Wasserfall mit einem zur Schildkröte bemalten Felsen (locker 3 Meter lang) und einem Spinnenwasserfall. Auf dem Rückweg erhielt die Hose von Hilde einen Triangel auf einer Sitzbank mit einer aber herrlichen Aussicht auf einen Wespen/Bienenstock und das umliegende Gelände. Dann ging es wieder bergab durch den Palmenwald wo Einheimische fleissig Kokuss sammelten. Ein Sammeltaxi brachte uns wieder zum Hotel.
Wir waren total verschwitzt und gingen zum Schwimmen mit anschließendem Ausruhen und wieder Schwimmen - das kühlte wenigstens etwas ab. Die Wellen waren höher als sonst und hätten Hilde beiname umgehauen. Also Brille festhalten und schnellstmöglich auf die Füße und zurück! Ich jedoch konnte einige male locker 50 Meter "reiten".
Abend war unser gewähltes Essen wieder sehr gut und besorgten auf dem Rückweg noch einige Mitbringsel. Hilde ging heim und ich war wieder rechter Hand des Hotels im Discobereich und den vielen Bars unterwegs. Alleine die Ladyman auf meinem Rückweg zum Hotel, die mit Ihren Modeps Ihre "Dienste" anboten, waren die nächtlichen Spaziergägnge schon wert. Das ein Mann so aussehen konnte, faszinierte mich immer wieder ..., aber die Stimme brachte mich auf den Boden der Tatsachen zurück ...


22. Tag - Montag, 24. März
Nach dem Frühstück auf der Terrasse Karten spielen (Romee, aber ich gewann schon verdächtig häufig ...). Nach Schwimmen und Einkaufen wieder spielen und etwas die Sonne meiden. Hilde muste sich etwas hinlegen, den Ihr Kreuz mochte wohl die Stühle zum Sitzen nicht so. Am Abend wieder Schwimmen und auf dem Balkon trocknen lassen (sprich: Wechsel von Salzwasser aus dem Meer zu Salzschweiß aus der Haut!)
Essen waren wir wieder im gleichen Restaurant und hatten wieder eine vortreffliche Auswahl. Dazu ein Glas Thaiwein weiß.


23. Tag - Dienstag, 25. März
Wir kamen noch Trocken zum Frühstück, aber schon bald peitschte der Sturm den Regen kräftig gegen die schützend herunter gelassenen Folienwände. Derren Befestigung stellte das Hotelpersonal schon vor enorme Probleme und die Tische an der "Wand" waren trotzdem schon Nass geworden. So wurde das Frühstück länger als angenommen und führte zu einigen neuen Unterhaltungspartnern. Dann lies es nach.
Bis wir uns fertig gemacht hatten, war es erheblich besser geworden und wir starteten zu unserer nächsten Fahrt bis zum "Namuang-Wasserfall" 2.
Auf dem Fußweg dann hoch durch die Palmenwäler erhielt Hilde einen rießen Schreck und blieb abprupt stehen, so das ich fast auflief: Eine ziemlich lange Schlange lag auf der Straße - jedoch tot. Trotzdem: Ihr Herz klopfte bis zum Hals und uns war wieder kalr geworden, wo wir uns befanden. Der Aufstieg zum Wasserfall führte vorbei an einem Elefantentrainingslager und wurde danach um einiges steiler.
Die Steine und Felsen waren vom Regen und der Luftfeuchte hier oben sehr glatt. Am Wasserfall selber war einiges los, aber eher die Enge dort lies 10 Besucher schon um gute Plätze feilschen. Ich stieg entlang des Wasseralls noch um einiges höher hinauf und musste schon alle 4e zum klettern zu hilfe nehmen. Glatt und unübersichtlich konnte ich jedoch von oben den Wasserfall heruntersehen, wurede aber oben winkend nicht wahrgenommen. Hilde machte sich etwas Sorgen um mich, den das bischen noch zu erkennender Weg war sichtlich gefährlich und sonst ging auch niemend weiter hinauf.
Dann gingen wir in einer größeren Gruppe gemeinsam wieder zurück und wir unterstützen uns zu 4. gegenseitig beim Abstieg über die glatten Felsen. An einer Zwischenstation machten wir wegen dem jetzt heftig werdenden Regen halt und mussten gut 30 Minuten warten. Blechdächer eines Verkaufsstandes einfachster Form gaben uns Schutz und Einsicht in die Lebensweise der dortigen Thais.
So begann eine Unterhaltung mit einem Deutschen, der schon seit 35 Jahren hier wohnte, und der uns deutlich sagte, dass der frühe Regen und das Wetter wirklich sehr ungewöhnlich für diese Zeit sei. So etwas gab es bis vor 5 Jahren noch nicht, hatte sich aber jedes Jahr dann früher als zuvor ereignet. Zurück an der Elefantenstation begutachteten wir zusammen noch Affen und 2 ganz junge Bären, mit denen ich auch sofort zu Spielen anfing. Kräftig waren Sie schon, aber völlig verspielt und wurden alsbald auch wieder mit der Flasche genährt.
Der Auswanderer nahm uns in seinem Jeap mit, während die Großeltern aber hinten auf der Ladefläche saßen und wir im Fond - seltsam. Auf dem Runterweg begutachtete er die Schlange und den Namen vergaßen wir alsbald. Aber das die Schlange sehr giftig gewesen sei, merkten wir uns! Einen Meter lang, grün gelb markiert und unten (Bauch) weiß. Überlebensweit nach einem Biss etwa 10 Minuten. (Das reich nicht mal für ein Testament ...)
Dann wurden wir - unser Hotel lag euf dem Weg - heimgefahren, denn es regnete wieder in Strömen. Die Hauptstraße von Chaweng stand unter Wasser und das wirkte bei einer Bordsteinkante von knapp 25 cm dann schon bald wie ein Pool.
Im Hotel dann eine Unterhaltung mit unseren neuen Nachbarn (2 Italienerinnen) und etwas Fotos ansehen. Dann wollten die beiden Essen gehen. Hilde holte Hundefutter für unseren treuen "Terrassenhund", der still und völlig unauffällig dort schlief und uns sogar am Stand begleitete. Anschließend war Hilde beim Friseur (ich durfte mit und übersetzen) und bekam für 150 Baht / 3,30 Euro Waschen - Schneiden - Föhnen (von einem fast Ladyman).
Zurück war ich noch im Meer Schwimmen - schöner Wellengang. Um 19.20 waren wir mal in Badeschlappen Essen, lies der Regen und die Straße keine andere Möglichkeit zu, ohne die Schuhe zu Wasserbehältern zu machen.


24. Tag - Mittwoch, 26. März
Nach dem Frühstück ging es mit dem Taxi zum Big Budda. Diese rießige Buddafigur lag direkt an der Einflugschneise und war uns schon beim Anflug aufgefallen. Nicht unbedingt überwältigend, aber dennoch beachtenswert. Wir spendeten einige Baht für den weiteren Ausbau, bzw. Renovierung in Form von Steinen mit unseren Angaben und fuhren nach ein paar Blicken in die umliegenden Geschäfte mit dem Taxi wieder zurück zum Strand.
Da es gerade wieder zu Regnen angefangen hatte, begannen wir wieder Romme zu spielen und die Ruhe so zu genießen. Während Hilde bummeln war schlief ich ein wenig und nach Ihrer Rückkehr feilschten wir wieder um Punkte.
Nachdem wir uns zum Essen fertig gemacht hatten, waren wir dann mit Britta und Ihrer Mutter zum Essen unterwegs. Es war eine gute und lustige Unterhaltung. Zurück nutze Hilde noch eine Fußmassage und ich zog mit Britta und einer weiteren jungen Dame nochmal los. Nach Besichtigung der Diskotheken waren auch wir wieder beim Schopping und bewegten uns lagsam zurück zum Hotel.
Hilde musste sich was zum Lesen suchen bis sie schlafen konnte. - Die vorletzte Nacht - wo ist nur die Zeit hin ?


25. Tag - Donnerstag, 27. März
Nach dem Frühstück am Strand mit viel Entspannung bei Lesen und den Leuten zugucken. Dabei gab es dann einen gegrillten Maiskolben und Melonenstücke. Den Nachmittag verbrachten wir wieder im Hotel da die Sonne zu heiß wurde. Nach weiteren Rommerunden wurden dann die Koffer gepackt.


26. Tag - Freitag, 28. März
Gleich nach dem Frühstück (extra früh) holte uns das schon Tage vorher reservierte Taxi ab. Am Flughafen brauchten wir dann doch nochmal Geld wegen dem Gepäck (?). Einige Zeit warteten wir dann in der luftigen Abflughalle, bis dann die Bimmelbahn kam und uns zum Flugzeug fuhr.
Der Flug zurück nach Bangkok war ein Abschied vom Paradies.
In Bangkok hielten wir immer respekvollen Abstand zu den anderen Reisenden um uns nicht doch noch SARS einzufangen. So schauten wir Fernsehen und erfuhren weit mehr über den Krieg in Irak.
Der Flug zurück nach Deutschland war unspektakulär. Das Zwangsschlafen verhinderte einen Blick auf die wieder weite Welt des Hindukusch.
München hatte uns wieder ...
Ende Urlaub
Reisetips und Kontakte:

Chiang Mai: (für Hotelbuchungen, Führungen, Tagestouren und Trekking sowie Cycling und Package Tours)
Bamboo Trip Travel - Siriphorn Khamfu
: http://bambootriptravel.bamboo-lake-village.com/


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